Fr, 14. Dezember 2018

Ein Jahr Haft

04.12.2014 09:40

Mann verunglimpfte Ex mit Rachepornos beim Chef

In Kalifornien hat ein erst vor wenigen Wochen eingeführtes Gesetz gegen sogenannte Rachepornos einen Mann hinter Gitter gebracht, der seine Ex-Freundin verunglimpft hat, indem er auf der Facebook-Seite ihres Arbeitgebers pornografische Fotos von ihr veröffentlichte und sie als "betrunkene Schlampe" diffamierte. Die Folge: ein Jahr Haft.

Waren die Opfer sogenannter Rachepornos derlei Verunglimpfungen im Netz bis vor wenigen Monaten vielerorts noch schutzlos ausgeliefert, gibt es in 13 US-Bundesstaaten und England mittlerweile Gesetze gegen diese Art des Cybermobbings, berichtet die britische TV-Anstalt BBC. Und sie scheinen notwendig zu sein, wie der Fall aus den USA jetzt wieder zeigt.

Racheporno-Upload nach SMS-Terror
Der Verurteilte hatte die Trennung von seiner ehemaligen Freundin nicht verkraftet und begann, die Frau zunächst per SMS zu terrorisieren. Es folgte eine gerichtliche einstweilige Verfügung, wonach er der Frau keine SMS mehr senden durfte. Doch der 36-jährige Kalifornier gab nicht auf. Nach dem SMS-Terror ging er dazu über, sein Opfer online zu diffamieren – und postete ein Nacktbild seiner Ex-Freundin auf der Facebook-Seite ihres Arbeitgebers. Das mit Beschimpfungen des Verschmähten versehene Foto sollte den Arbeitgeber dazu bewegen, die Frau zu entlassen.

Tatsächlich hat es den Racheporno-Unhold allerdings hinter Gitter gebracht. Obwohl er das Foto unter falschem Namen mit einem Fake-Profil auf Facebook postete, gelang es rasch, ihn auszuforschen und für die Tat zur Rechenschaft zu ziehen. Jetzt muss er ein Jahr ins Gefängnis, anschließend folgen anderthalb Jahre Bewährung. Auch ein Anti-Aggressions-Training wurde ihm verordnet – allerdings nicht wegen des Racheporno-Uploads, sondern wegen des SMS-Terrors und der Nichtbeachtung einer einstweiligen Verfügung.

Bloßgestellten Opfern drohen ernste Folgen
Rachepornos sind vor allem im englischsprachigen Raum in den vergangenen Monaten zu einem ernsten Problem geworden. Immer mehr Frauen fallen Ex-Partnern zum Opfer, die während der Beziehung geknipste und nicht für die Außenwelt bestimmte Bilder nach dem Beziehungs-Aus inklusive Name und Kontaktdaten des Opfers veröffentlichen, um ihre Verflossenen bloßzustellen.

Es gibt eigens für den Upload solcher Dateien geschaffene Websites, auf denen die Opfer am virtuellen Pranger stehen und mitunter sogar erpresst werden. Für die Opfer bedeutet die Veröffentlichung solcher Materialien oft den Verlust der Existenz: Die Negativfolgen reichen vom Jobverlust über soziale Ächtung bis hin zu durch die Rachepornos angelockten Stalkern, die manch ein Opfer schon zum Wechsel des Wohnorts trieben.

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