Eine Flucht auf zwei Rädern endete an einer Bezirkspolitikerin in Hietzing. NEOS-Klubobfrau Katharina Kainz wurde gerammt. Der Lenker lief weiter. Aber nur kurz.
Manche Politiker stoppen den Verkehr mit Anträgen. Katharina Kainz erledigte das Sonntagabend unfreiwillig auf dem Gehsteig – und mit vollem Körpereinsatz. Die 32-jährige Klubobfrau der Hietzinger NEOS spazierte gegen 21.15 Uhr auf der Hietzinger Hauptstraße, als ein E-Scooter-Fahrer mit rund 40 km/h heranraste. Der getunte Roller war auf dem Gehsteig unterwegs, sein Lenker auf der Flucht vor der Polizei.
„Es war schon dunkel und vor mir ist ein Paar gegangen, weshalb ich nicht weit gesehen habe“, berichtet Kainz. Erst als die beiden in letzter Sekunde auseinandersprangen, sah sie den Fahrer. „Da war es aber schon zu spät.“
Vom Roller auf die eigenen Beine: Auch Plan B scheitert
Es kam zum Frontalzusammenstoß. Kainz wurde zu Boden geschleudert, erlitt lediglich Schürfwunden. Auch der Rollerfahrer stürzte. Seine Flucht betrachtete er damit offenbar noch nicht als beendet: Er ließ das Gefährt liegen und lief weiter.
Polizei leistete Erste Hilfe
Ein Polizist nahm die Verfolgung zu Fuß auf und stellte den Flüchtenden. Seine Kollegen kümmerten sich unterdessen um die verletzte Bezirkspolitikerin. Kainz dankte den Beamten für die rasche Hilfe. Dem E-Scooter an sich möchte sie den Zusammenstoß nicht nachtragen.
Das Verkehrsmittel sei praktisch, betont sie. Regeln müsse man dennoch einhalten. Für selbst getunte Modelle zeigt sie kein Verständnis. Die Identität des Fahrers und die Hintergründe der Verfolgung werden noch ermittelt. Sicher ist nur: Die Flucht war schnell – ihr Ende ziemlich abrupt.
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