Algerien-Teamchef Vladimir Petkovic ist zuversichtlich, dass es seine Equipe am Sonntag (4 Uhr MESZ) in Kansas City gegen Österreich ins WM-Sechzehntelfinale schafft. Ein Punkt reicht beiden Teams zum Aufstieg. „Wir spielen nicht, um nicht zu verlieren, sondern um zu gewinnen“, betonte Petkovic in seiner Abschlusspressekonferenz. Das Spiel komme zur rechten Zeit. „Wir haben es selbst in der Hand, sind gut drauf. Ich bin mir sicher, dass alle bereit sein werden.“
Auf Rechenspiele wollte sich Petkovic nicht einlassen. Bei einem Sieg gegen Österreich würde auf die Algerier ein Duell mit Spanien warten. Bei einem Remis könnte es gegen sein Ex-Team aus der Schweiz gehen. „Das existiert nicht“, sagte Petkovic über das Konzept, stärkeren Gegnern in der K.-o.-Phase auszuweichen. „Wir müssen unser Spiel machen. Ein ‘was wäre wenn‘ gibt es nicht.“ Auf dem Papier seien einige Teams viel stärker. „Aber diese WM hat gezeigt, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass die besseren Teams die schwächeren auch schlagen.“
Österreich mit „Red Bull im Blut“
Die Algerier waren mit einem 0:3 gegen Argentinien in die WM gestartet, gegen Jordanien verwandelten sie einen Rückstand noch in einen 2:1-Sieg. „Für mich ist das Glas halb voll, nicht halb leer“, sagte Petkovic. „Ich finde, dass wir zwei gute Spiele gemacht haben.“ Der Schweizer betreut Algerien seit Februar 2024, er will „Les Fennecs“ (die Wüstenfüchse) zum zweiten Mal in ihrer Geschichte in die K.-o.-Phase eines WM-Turniers führen. 2014 war im Achtelfinale gegen den späteren Weltmeister Deutschland Endstation (1:2).
„Wir spielen unseren Stil und wollen uns damit durchsetzen“, sagte Petkovic. Man würde mit den Österreichern aber auf eine sehr gute Mannschaft treffen. „Sie haben alle ein bisschen Red Bull im Blut“, erklärte der 62-Jährige. „Sie kennen sich alle sehr gut untereinander, viele von Red Bull Salzburg.“ Dennoch hätte auch das ÖFB-Team positive und negative Punkte. „Wir müssen unser Spiel machen und dann die kleinen Schwächen der Österreicher für uns nutzen.“
Afrika im Aufwind
Beim Afrika-Cup im Jänner waren die Algerier im Viertelfinale an Nigeria (0:2) gescheitert. Einige andere afrikanische Mannschaften haben bei der WM bereits aufgezeigt. „Es ist sehr wichtig für den ganzen afrikanischen Kontinent. Die Teams zeigen starke Leistungen, und dass sie mithalten können“, meinte Petkovic. „Das ist sehr wichtig für das Selbstvertrauen. Ich hoffe, wir können als Algerien unseren Teil dazu beitragen.“
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