„Mutig in die Zukunft“

Diese Projekte stellte die SPÖ bei der Klausur vor

Wien
12.03.2026 11:15

Bei der roten Klubtagung im Burgenland steht die inhaltliche Diskussion der Zukunft der Stadt im Mittelpunkt. Bürgermeister Michael Ludwig kündigte ein neues Quantentechnologie-Zentrum, die Umgestaltung von Bahnhofsvorplätzen für mehr Sicherheit und 600 neue Wohnungen an. Und: für die Bezirke gibt es wieder mehr Geld

Zwei Tage Klubklausur der SPÖ Wien – diesmal im Weingut Scheiblhofer in Andau im Burgenland. Unter dem Motto „Wien voran“ stehen diesmal die Themen Arbeit, Aufschwung und Zukunft im Vordergrund. Nach kurzen Reden von SPÖ-Klubobmann Philipp Kucher und Robert Hergovich, dem Klubvorsitzenden der SPÖ Burgenland, war dann Gastgeber und Bürgermeister Michael Ludwig am Wort.

Michael Ludwig im Kreis der Genossen: Etwa 160 Delegierte sind bei dem Arbeitstreffen der SPÖ ...
Michael Ludwig im Kreis der Genossen: Etwa 160 Delegierte sind bei dem Arbeitstreffen der SPÖ Wien im Burgenland dabei.(Bild: Imre Antal)

In seiner rund 45-minütigen Rede kündigte er neue „Zukunftsprojekte für Wien“ an. „Wien geht mutig in die Zukunft. Weil wir in Wien nicht stehen bleiben, sondern Schritt für Schritt an einer Stadt arbeiten, die wirtschaftlich stark, klimafit und lebenswert bleibt“, betonte der Stadtchef. Immer mit dem Ziel, das positive Wirtschaftswachstum der Stadt weiter voranzutreiben. Gelingen soll das mit „Investitionen in Zukunftstechnologien, klimafitter Stadtgestaltung und mehr Handlungsspielraum für die Bezirke“, so Ludwig. Gerade jetzt setze Wien mit ersten Signalen einer stabileren Konjunktur auf wirksame Investitionen. Auch die Wiener Wohnbau-Offensive werde fortgesetzt und von 22.200 auf bald 22.800 Wohnungen ausgeweitet. 

Neue Zentren für zentrale Technologiefelder des 21. Jahrhunderts: Das neue ...
Neue Zentren für zentrale Technologiefelder des 21. Jahrhunderts: Das neue Quantentechnologie-Zentrum soll in Neu Marx entstehen. In unmittelbarer Nähe zum Life Science Center Vienna(Bild: Stadt Wien)
  • Ein zentrales Projekt für Zukunftstechnologie soll das neue Quantentechnologie-Zentrum in Neu Marx im Bezirk Landstraße werden. Das „Quantum Technology Center Vienna“ soll Unternehmen, Start-ups und Forschung an einem Ort bündeln und den Weg von der wissenschaftlichen Erkenntnis zur wirtschaftlichen Umsetzung beschleunigen. Erst vor wenigen Wochen wurde das Life Science Center Vienna präsentiert. Der Standort des neuen Zentrums liegt direkt daneben und damit im Umfeld des Vienna BioCenters Sankt Marx. Die konkrete Finanzierung ist aber noch ungeklärt. Interessierte Partner sind dazu eingeladen, sich bei der Wirtschaftsagentur zu melden, heißt es. Die Fertigstellung ist für 2033 vorgesehen. „Wieder stellt sich Wien an die Spitze gesellschaftlichen Fortschritts und damit auch wirtschaftlichen Fortschritts. Das wird langfristig tausende zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und die Wertschöpfung weiter antreiben“, sagte Bürgermeister Ludwig.
  • Neu angekündigt wurde auch die Umgestaltung einiger Bahnhofsvorplätze: So sollen etwa der Hauptbahnhof, die Station Handelskai, der Franz-Jonas-Platz und der Nelson-Mandela-Platz in der Donaustadt begrünt und entsiegelt werden. „Bahnhofsvorplätze sind die Visitenkarten einer Stadt – und zentrale Orte des täglichen Lebens für hunderttausende Wiener. Mit der Offensive ,Raus aus dem Asphalt‘ verwandelt Wien graue Hitzeinseln in klimafitte, sichere und attraktive Aufenthaltsorte“, so der Stadtchef.
Auch der Nelson-Mandela-Platz bei der Haltestelle Aspern Nord soll umgestaltet werden.
Auch der Nelson-Mandela-Platz bei der Haltestelle Aspern Nord soll umgestaltet werden.(Bild: SPÖ Wien)
  • Nachdem die Budgets der Bezirke für 2026 eingefroren wurden, sollen die budgetären Mittel ab dem Jahr 2027 wieder erhöht werden. Nämlich um insgesamt etwa 27 Millionen Euro, also um rund 10 Prozent. „Damit sie mit eigenen Schwerpunkten und eigenen Initiativen beim Aufschwung mithelfen können“, so Ludwig.

Der kürzlich wiedergewählte Vizekanzler und SPÖ-Chef Andreas Babler war heuer übrigens wieder nicht dabei. Die Klubtagung wird am Freitag fortgesetzt. Der morgige Tag steht im Zeichen von Workshops und ist nicht medienöffentlich. 

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