„Starke Wirtschaft“

Wien baut Forschungs-Mekka um 170 Millionen Euro

Wien
23.01.2026 13:15

Am Freitag traf sich Wiens Stadtregierung zur ersten Klausur nach der Wien-Wahl 2025. Dabei wurde der Bau eines 170 Millionen Euro teuren Life-Science-Centers beschlossen. Auch das Beschäftigungs- und Wirtschaftswachstum soll weiter steigen. Diese Projekte sollen jetzt dabei helfen

Das Monat Jänner ist traditionell die Zeit der politischen Klausuren. Also traf sich am Freitag auch die rot-pinke Stadtkoalition zu einer eintägigen Regierungsklausur im Rathaus: diesmal unter dem Motto „Starke Wirtschaft – Starkes Wien“. Im Fokus standen dabei Maßnahmen und Projekte, die das Wirtschaftswachstum in Wien ankurbeln und die Beschäftigung weiter steigern sollen. Denn Wien hat, trotz schwieriger Zeiten, als einziges Bundesland durchgehend ein Wirtschaftswachstum verzeichnet, wie die Stadt betont. Die Prognose für 2025 für die Bundeshauptstadt liegt bei rund einem Prozent – im Gegensatz zu plus 0,3 Prozent für das gesamte Bundesgebiet. 

Am Freitag traf sich Wiens rot-pinke Stadtregierung zur ersten Klausur nach der Wahl im April ...
Am Freitag traf sich Wiens rot-pinke Stadtregierung zur ersten Klausur nach der Wahl im April 2025. Auf der Tagesordnung standen jetzt vor allem Standortfragen.Bürgermeister Michael Ludwig, gemeinsam mit den beiden Vizebürgermeisterinnen Kathrin Gaál (links) und Bettina Emmerling (rechts) mit Finanzstadträtin Barbara Novak (ganz rechts)(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
Zitat Icon

Wien ist Wirtschaftsmotor. Wir setzen jetzt Maßnahmen, um dieses Wachstum weiter anzukurbeln, damit so viele Menschen eine Beschäftigung bekommen.

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ)

  • Mit insgesamt 933.430 Menschen wird übrigens auch ein historischer Beschäftigungs-Höchststand erreicht. Der jetzt noch ausgebaut werden soll. Weil vor allem die Life Science-Branche wächst, wird verstärkt in Forschung und Entwicklung investiert. Deshalb soll in Neu Marx im Umfeld des Vienna BioCenters in Landstraße ein neues Life-Science-Zentrum mit Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz entstehen. Kosten: rund 170 Millionen Euro.
Das neue Stadtquartier Neu Marx wächst weiter und wird zum großen Forschungsstandort
Das neue Stadtquartier Neu Marx wächst weiter und wird zum großen Forschungsstandort(Bild: Stadt Wien)
  • Auf 14.000 Quadratmetern errichtet die Wirtschaftsagentur Wien dort einen Innovations- und Forschungs­hub, der moderne Gesundheitsforschung und biomedizinische Entwicklungen vorantreiben soll. Alleine durch die Bautätigkeit sollen 1000 Arbeitsplätze in der Baubranche abgesichert werden, heißt es. Geplante Eröffnung: im Jahr 2029. 
  • Wien wächst weiter und bekommt außerdem auch zwei neue Stadtentwicklungsgebiete: ein Areal in Simmering (Gasometer-Vorfeld) und in der Donaustadt (Wagramer Straße). Dort alleine sollen 650 zusätzliche geförderte Wohnungen entstehen. Aber auch ein neues Stadterneuerungsgebiet ist geplant, und zwar über der Donau in der Umgebung des Schlingermarkts in Floridsdorf.
  • Die Stadt stattet außerdem auch die Wiener Medieninitiative mit insgesamt sechs Millionen Euro aus. Damit soll das Projekt für die kommenden Jahre abgesichert sein.

Seit Juni 2025 regieren Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und seine Vize Bettina Emmerling ...
Seit Juni 2025 regieren Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und seine Vize Bettina Emmerling (Neos) gemeinsam in einer rot-pinken Koalition.(Bild: Eva Manhart)

Stadtchef Ludwig verkündete dann noch eine erfreuliche Nachricht. Es gibt einen neuen Nächtigungsrekord in Wien: 2025 wurde die Schallmauer von 20-Millionen-Nächtigungen durchbrochen. Er sprach von einem „wahren Tourismusboom“. Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (Neos) präsentierte außerdem noch einmal ihre Pläne für die Wiener Kindergärten von vergangenem Montag. Die Opposition hat jedenfalls fast nur Kritik übrig, denn Begeisterung sieht anders aus. „Von großen, mutigen Ideen fehlt bei dieser Stadtregierung weiterhin jede Spur“, fassen die Grünen die Maßnahmen der Klausur am Freitag zusammen. Die ÖVP wiederum sieht statt Reformen nur heiße Luft.

Absage an Senkung der Energiepreise
Während nach dem Verbund nun auch die niederösterreichische EVN ihren Strompreis mit April 2026 auf 10c/kWh senkt, kommt aus Wien dazu eine Absage. „Die Wien Energie unternimmt alles, was sie kann, um die Energiepreise so niedrig wie möglich zu halten“, kontert Stadträtin Novak.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt