Schlepper machen um Österreich einen weiten Bogen. Ins Burgenland verirren sich aber immer noch Migranten, Deutschkreutz bleibt nach wie vor der „Hotspot“.
Auf den einsamen Straßen und Pfaden in der freien Natur an der österreichisch-ungarischen Grenze taucht gelegentlich ein Spaziergänger auf, von Flüchtlingen ist hingegen weit und breit nichts zu sehen – dermaßen ruhig ging es entlang der Routen zwischen Ost und West die Jahre nach 2015 kaum zu. Hunderte Soldaten im Assistenzeinsatz und Polizeipatrouillen waren rund um die Uhr auf Streifzug, um Schleichwege durch die Wälder zu überwachen.
Gruppenaufgriffe sind Seltenheit
„Großaufgriffe“, wie es im Beamtenjargon bei einem Zusammentreffen mit einer Flüchtlingsschar ab zehn Personen heißt, standen damals auf der Tagesordnung. Heute sind sogar „Gruppenaufgriffe“ von fünf Migranten für die Einsatzkräfte eine Seltenheit. „Mittlerweile schlagen sich Einwanderer lediglich zu zweit oder ganz allein durch“, teilen Sachverständige mit. Die Aufgriffszahlen sind seit Monaten drastisch im Sinken.
Was illegale Migration betrifft, entfällt der größte Zustrom an Einwanderern jedoch weiterhin auf Deutschkreutz. Der Begriff „Hotspot“ hat allerdings eine viel harmlosere Bedeutung bekommen. So viele Flüchtlinge, wie früher an einem einzigen Vormittag durch den Grenzort marschiert sind und auf dem Hauptplatz auf ihre Registrierung gewartet haben, entfallen heuer in knapp zwei Monaten auf den gesamten Bezirk Oberpullendorf.
22 Migranten im Jänner
Exakt 22 Migranten wurden im Jänner gemeldet, 34 waren es vorläufig im Februar. Also 56 Aufgriffe hat die Polizei seit dem Jahresbeginn im Bezirk Oberpullendorf vermerkt, die meisten in Deutschkreutz. Im restlichen Burgenland sind 2026 bis zum 22. Februar 16 Flüchtlinge aufgetaucht, 12 davon im Bezirk Neusiedl am See, jeweils zwei in Oberwart und Jennersdorf.
Drei Zurückweisungen
Vergangene Woche musste die Polizei im Burgenland sieben neue Flüchtlinge betreuen, sechs davon stellten laut Behörde einen Antrag auf internationalen Schutz. Fünf der Aufgegriffenen – vier Somalier und ein Syrer – sind am Freitag gegen 10 Uhr in Deutschkreutz entdeckt worden. Anmerkung der Exekutive: „Gleichzeitig hat es drei Zurückweisungen gegeben.“
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