Ehemann vergiftet?

Schrieb Kinderbuch über Trauer: Jetzt vor Gericht

Ausland
23.02.2026 15:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem Tod ihres Mannes veröffentlichte die Amerikanerin Kouri Richins ein Kinderbuch, um ihren drei Söhnen bei der Trauerverarbeitung zu helfen. Wenige Wochen darauf wurde sie festgenommen – Sie selbst steht unter Verdacht, ihren Ehemann ermordet zu haben.

Im März 2022 feierte ein Ehepaar in Utah in ihrem Haus mit Freunden. Wenige Stunden später lag der Mann tot im Schlafzimmer. Die Staatsanwaltschaft behauptete, seine Frau habe ihm eine tödliche Dosis Fentanyl verabreicht. Fast vier Jahre später beginnt nun der Gerichtsprozess, in dem sich Kouri Richins wegen Mordes verantworten muss.

„Hatten eine perfekte Ehe“
Das Paar hatte drei Kinder zusammen, Freunde und Familie der beiden beschrieben ihre Ehe als „perfekt“. Kouri Richins führte ein Immobilienunternehmen, ihr Mann Eric einen Steinmetzbetrieb, wie „NBC News“ berichtet. Doch hinter der Fassade der „perfekten Familie“ schien es schon länger zu bröckeln: Laut Gerichtsakten soll Kouri Richins erhebliche Schulden gehabt, mehrere betrügerische Lebensversicherungen auf ihren Ehemann abgeschlossen und mehrfach versucht haben, ihn zu vergiften.

Frau hatte eine Affäre
Eine Reinigungskraft der Familie gab gegenüber den Ermittlern an, dass Kouri Richins Anfang 2022 nach Fentanyl gefragt habe, wie „CNN“ schreibt. Die Frau sagte aus, sie habe im Februar 2022 mehr als 15 Tabletten, von denen sie annahm, dass sie Fentanyl enthielten, von einem Drogenhändler gekauft und diese an die Frau weitergegeben. Wenige Tage später, am Valentinstag, hinterließ Richins ihrem Mann ein Sandwich und eine Nachricht, bevor sie sich mit ihrem Liebhaber traf. Wenige Stunden später sagte Erich Richins zu einem Freund: „Ich glaube, meine Frau hat versucht, mich zu vergiften“.

Mann hatte mehrmals Angst, vergiftet zu werden
Ende Februar soll die Frau ihre Putzkraft um noch mehr Fentanyl geboten haben. Innerhalb von einer Woche war der Mann tot. Spätere Untersuchungen ihres Handys zeigten Suchverläufe wie etwa „Wenn jemand vergiftet wird, wie wird das auf der Sterbeurkunde vermerkt?“ Den Strafverfolgungsbehörden versicherte Kouri Richins immer wieder, ihr Mann habe am Abend seines Todes THC-Gummibärchen gegessen, die vielleicht Fentanyl enthalten hätten.

Kouri Richins kassierte Millionen
Die Staatsanwaltschaft wirft Kouri Richins vor, ihren Ehemann getötet zu haben, um von seinem lukrativen Geschäft und seinen Lebensversicherungen zu profitieren. Am Tag seines Todes belief sich das Vermögen ihres Mannes auf etwa fünf Millionen Dollar.

Schrieb Kinderbuch zur Trauerverarbeitung
Der Fall erregte internationales Aufsehen, nachdem Kouri Richins nach dem Tod ihres Mannes ein Kinderbuch über Trauer veröffentlicht und später in einer NBC-Sendung ihre Unschuld beteuert hatte. Mit dem Buch mit dem Titel „Bist du bei mir?“ habe sie nicht nur ihren eigenen, sondern auch anderen Kindern helfen wollen, den Verlust eines Angehörigen zu verarbeiten. 

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