Schreckmoment für Österreich im olympischen Teamsprint der Nordischen Kombinierer. Stefan Rettenegger kam als Teil des Führungstrios auf seiner letzten Runde im Langlaufbewerb zu Sturz. Am Ende reichte es für ihn und Johannes Lamparter dennoch für Bronze. Der Pechvogel konnte aus der brenzligen Situation am Ende sogar eine positive Erkenntnis mitnehmen.
Schneefall im Fleimstal sorgte am Donnerstag für schwierige Bedingungen für die Nordischen Kombinierer. In der drittletzten Runde des Teamsprints kam Deutschlands zweimaliger Olympiasieger Vinzenz Geiger aber zu Sturz und brachte auch den Japaner Ryota Yamamoto zu Fall. Dasselbe Malheur passierte in der enorm tiefen Spur wenig später leider auch Rettenegger.
Bis dato mit Norwegen und Finnland in einer Spitzengruppe, waren die Chancen auf Gold und Silber damit dahin. Und das, obwohl Rettenegger auch nach dem Sturz eine starke Reaktion zeigte und scheinbar unbeeindruckt versuchte, den Abstand zum Führungsduo wieder zuzulaufen. Die Lücke war aber zu groß.
Aus seinem Fehler gelernt
„Als es mich überschlagen hat, hatte ich ein kurzes Tief. Bei so einem Sturz zieht es einem den Stecker“, gibt Rettenegger im ORF-Interview zu, zeigt sich aber mit seiner Reaktion zufrieden: „Ich habe mich zum Glück schnell wieder gefangen. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber ich habe mich so mega gefühlt in der Loipe.“
Nicht selbstverständlich, wie der 24-Jährige aus eigener Erfahrung weiß. „Nach der Erfahrung aus Oberhof – wo ich schon gestürzt bin – habe ich offensichtlich dazugelernt. Damals bin ich nach dem Sturz wie ein Hendl ohne Kopf wieder losgelaufen. Heute habe ich mir diese Sekunde Zeit gegeben, wieder in den Rythmus zu kommen und nichts zu überstürzen. Ich bin stolz aus meinem Fehler gelernt zu haben.“
Am Ende zählt Edelmetall
Nach zweimal Silber konnte Johannes Lamparter in seiner Schlussrunde schließlich nur noch Bronze absichern. „Es war heute leider nicht alles so angerichtet, wie erhofft. Ich habe dann versucht, dass ich sicher herunterkomme und Bronze ins Ziel rette“, schildert der Gesamtweltcupführende.
Nach dem Rennen überwog dann aber doch die Freude über Edelmetall. „Medaillengewinner bei Olympia – das klingt schon sehr cool“, jubelt Rettenegger kurz nach dem Rennen. Der Erfolg sei ein „hartes Stück Arbeit“ gewesen. „Ich bin sehr stolz, drei Olympiamedaillen mitzunehmen“, zeigt sich schließlich auch Lamparter zufrieden.
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