Die Groteske um die Gemeindefinanzen in Ollersdorf im Südburgenland ist um eine Facette reicher: Bezüglich Gehaltszahlungen fließt jetzt das Geld zwischen dem Privatkonto des ÖVP-Ortschefs und der SPÖ-Vizebürgermeisterin sowie dem SPÖ-Gemeindevorstand hin und her.
„Dieses närrische Wirrwarr um die Gehaltszahlungen passt perfekt zum Höhepunkt des Faschings!“ Mit etwas Humor nehmen Polit-Kiebitze in Ollersdorf den außergewöhnlichen Umgang mit den Finanzen in ihrer Gemeinde. Wie berichtet, hatte ÖVP-Bürgermeister Bernd Strobl die Jänner-Gehälter für Kindergärtnerinnen, Bauhofmitarbeiter, Gemeindepolitiker & Co. vom eigenen Konto überwiesen. Die Rede ist von 69.000 Euro. Schuld sei die SPÖ-Fraktion gewesen, sagte der Ortschef, weil zum Jahreswechsel noch kein gemeinsamer Beschluss für den neuen Kassenkredit vorgelegen ist.
Ortschef kann über Geld verfügen
Tatsache ist laut Sachverständigen, dass in Ausnahmesituationen ein Ortschef per Budgetprovisorium über Geld verfügen kann und Löhne weiterhin via Gemeindekonto ausbezahlen soll.
Auf das vorgeschriebene Prozedere hatten SPÖ-Vizebürgermeisterin Tanja Illedits und der SPÖ-Gemeindevorstand beharrt, sie zahlten ihre Jänner-Gehälter auf das Privatkonto retour. Dieses Geld bekamen Illedits und der SPÖ-Gemeindevorstand jedoch nun wieder retourniert. Postwendend gingen die Jänner-Gehälter vergangene Woche erneut zurück aufs Konto des ÖVP-Bürgermeisters. Wie lange sich dieses kuriose Pingpong-Spiel um die Bezüge noch hinzieht, bleibt abzuwarten.
Gehälter wurden überwiesen
Noch liegt kein offizielles Ergebnis von der amtlichen Prüfung der Finanzgebarung der Gemeinde vor. Eines steht hingegen schon fest: Da in der letzten Sitzung der Beschluss punkto Kassenkredit gefasst werden konnte, sind die Februar-Gehälter für die Kindergärtnerinnen, Bauhofmitarbeiter, Gemeindepolitiker & Co. bereits wieder vom Gemeindekonto überwiesen worden.
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