Ein Prüfbericht der Sozialabteilung des Landes deckt etliche Mängel und Missstände beim Sozialhilfeverband Ried auf. Die Obfrau – zugleich auch Bezirkshauptfrau – wurde anonym angezeigt. Die SHV-Vorstandsmitglieder von VP, SP und FP stehen hinter ihr und weisen auf die positive Arbeit des Verbands hin.
Eine Anfrage der „Krone“ an die Rieder Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer zum umstrittenen Prüfbericht über den Sozialhilfeverband (SHV) Ried blieb bis dato unbeantwortet. Wie berichtet, wurde Weidenholzer, die in ihrer Funktion als Behördenchefin auch Obfrau des SHV ist, bei der Staatsanwaltschaft wegen Amtsmissbrauchs und Untreue angezeigt. Es geht um Kosten für Mitarbeiterfeste, Überweisungen an ehemalige Vorstandsmitglieder ohne Rechnung und um die Verköstigung von Polizei-Mitarbeitern in Seniorenheimen. Für Weidenholzer gilt die Unschuldsvermutung.
Positive Aspekte nicht beachtet
Statt ihr meldete sich der Vorstand des SHV: „Generell werden anonyme Anzeigen nicht kommentiert. Wir nehmen die Empfehlungen des Prüfungsberichtes ernst und arbeiten diese in den zuständigen Gremien derzeit auf.“ Betont wird, dass der Vorstand des SHV Ried geschlossen hinter allen Mitarbeitern, insbesondere der Verbandsobfrau, steht. Bedauerlich sei, dass in der medialen Berichterstattung nur die Vorschläge zur Verbesserung der Haushaltsergebnisse berücksichtigt wurden. Die positiven Aspekte seien völlig außer Acht gelassen worden.
Dem SHV Ried wird überwiegend eine rechtskonforme und ordnungsgemäße Arbeit und eine insgesamt stabile Mittelverwendung bestätigt.
Vorstand des SHV Ried
„Dem SHV Ried wird überwiegend eine rechtskonforme und ordnungsgemäße Arbeit und eine insgesamt stabile Mittelverwendung bestätigt. Trotz der schwierigen Personalsituation ist es uns gelungen, die Auslastungszahlen in unseren Häusern kontinuierlich zu erhöhen. Bewohner fühlen sich wohl und gut aufgehoben“, heißt es.
Seitens der politischen Vertreter halten die Bürgermeister und Fraktionssprecher Josef Berger (VP, Mühlheim/I.), Friedrich Hosner (SP, Geiersberg) und Walter Reinthaler (FP, Ort/I.) unisono fest: „Ziel ist eine qualitativ hochwertige, wirtschaftlich verantwortungsvolle und zukunftssichere Pflegeversorgung, bei der notwendige Investitionen in Personalentwicklung und Organisationsstärkung Bestandteil einer nachhaltigen Strategie sind.“
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