Linz und Wien

Ein „Hamlet“ als packendes Pubertätsdrama

Oberösterreich
13.02.2026 14:00
Porträt von Eva Hammer
Von Eva Hammer

Ohrenbetäubender Lärm in der Tribüne Linz vor Beginn der Schülervorstellung „Hamlet X=Y“, frei nach Shakespeare. Adaptiert und konzentriert auf gut eine Stunde geht es hier zwei Pubertierenden um „Sein oder Nichtsein“. Der Verein Theater Wozek feierte eine gelungene Premiere des Zweipersonen-Stücks, das auch noch in Wien zu sehen ist.

Ophelia stürmt auf die Bühne: „Wenn Du Deinen Frust nicht tötest, tötet er Dich“. Schon nach den ersten Sätzen herrscht Stille, unterbrochen nur durch Lachen, Applaus oder Mitleidskundgebungen, Zeichen der intensiven Teilhabe des jugendlichen Publikums am Schicksal von Hamlet und Ophelia.

Der Autor Holger Schober überträgt das wuchtige Drama in eine Phase des großen Umbruchs für alle Menschen: die Pubertät. Zusammensein oder Nichtzusammensein – das ist nur eine der Ungewissheiten, in einem Meer von Möglichkeiten und Meinungen.

Sprüche und echte Probleme
Ophelia ist neu in der Stadt und an der Schule. Ihr Vater hat hier einen Job gefunden. Sofort fällt ihr Hamlet auf. Sein Vater heißt König, Chef der Firma, wo ihr Vater arbeitet. Ophelia provoziert den merkwürdig verschlossenen Jungen. Hamlet kontert mit schlagfertigen, teils philosophisch düsteren Ansagen. Als „emotional verkümmerter Alien“ zweifelt er an der jeglichen Realität: „Du existierst, weil ich dich denke“. Seine tiefe Unsicherheit packt er in pubertär lässige Sprüche mit perfekt passenden Originalzitaten. Die beiden sind fasziniert voneinander, verlieben sich …

Die zwei großartigen Schauspieler Julia Wozek als Ophelia und Nicolas Hoser als Hamlet fesseln vom ersten Augenblick an mit ihrer dramatischen Folge von inneren und äußeren Umbrüchen. Regisseur Karl Wozek spielt mit den jungen Menschen so feinfühlig wie mit den Figuren und Motiven aus Shakespeares gleichnamigem Klassiker. Begeisterter Applaus!

Theater Wozek, in Wien angesiedelt, spielt die packende Schulklassenfassung von „Hamlet“ auch noch am 25. Februar im MQ Performing Stage Wien.

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