Meloni ist stinksauer

Wilde Krawalle in Mailand: „Die Feinde Italiens!“

Ausland
08.02.2026 09:16
Porträt von krone.at
Von krone.at

Italien ist in den vergangenen Wochen immer wieder von heftigen Protesten erschüttert worden. Nun richtete sich der Zorn Tausender Bürger gegen die Olympischen Spiele – in Mailand kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei vor den Augen der Weltpresse. Rom brandmarkte die Protestierenden in einer scharfen Reaktion als „Feinde Italiens“. 

Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni hat wilde Kritik an den Protesten im Austragungsort der Olympischen Winterspiele geübt. Am Rande der Demonstration ist es am späten Samstagabend zu schrecklichen Gewaltszenen gekommen – nachdem der Protestzug Richtung des olympischen Dorfes marschiert war. Sechs Personen wurden daraufhin festgenommen. 

„Tausende und Abertausende Italiener arbeiten in diesen Stunden, damit während der Olympischen Spiele alles reibungslos funktioniert. Sehr viele tun dies ehrenamtlich, weil sie wollen, dass ihr Land eine gute Figur macht, bewundert und respektiert wird. Und dann gibt es sie: die Feinde Italiens und der Italiener, die gegen die Olympischen Spiele demonstrieren und dafür sorgen, dass diese Bilder in den Fernsehsendern der halben Welt landen“, schrieb Meloni erbost auf ihren Social-Media-Kanälen.

Auch das Bahnnetz wurde manipuliert
Die Regierungschefin verurteilte auch die Sabotageakte am Bahnnetz. Diese hatten am Samstag in Norditalien zu erheblichen Problemen im Bahnverkehr geführt. „Meine Solidarität gilt den Sicherheitskräften, der Stadt Mailand und all jenen, deren Arbeit durch diese Banden von Kriminellen zunichtegemacht wird“, kritisierte Meloni.

Tausende Menschen hatten am Samstagnachmittag in Mailand, dem Tag nach der Eröffnungsfeier, gegen die Olympischen Winterspiele protestiert. Dabei kam es – wie berichtet – zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, als einige Teilnehmer Raubomben zündeten, Steine und Molotow-Cocktails in Richtung der Einsatzkräfte warfen.

Die Polizei trieb die Menge mit Wasserwerfern auseinander. Die Behörden setzten zudem Schlagstöcke und Tränengas ein. Internationale Kamerateams filmten alles mit.

Eindrücke aus dem Austragungsort der Winterspiele:

Die Einsatzkräfte waren in Alarmbereitschaft, nachdem bei gewalttätigen Protesten gegen die Schließung eines Kulturzentrums in Turin am vergangenen Wochenende mehr als hundert Beamte verletzt worden waren. Dabei wurden einige Polizisten von linken Aktivisten regelrecht durch die Straßen geprügelt – die „Krone“ berichtete. 

Gegner der Olympischen Winterspiele bemängeln vor allem deren Auswirkungen auf das fragile Ökosystem der Bergwelt sowie den wasser- und energieintensiven Einsatz von Kunstschnee. Die Proteste richteten sich zudem gegen explodierende Mieten und wachsende soziale Ungleichheit. Mailand erlebt seit der Weltausstellung 2015 einen Immobilienboom, der die Lebenshaltungskosten für viele Einheimische in die Höhe getrieben hat.

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