Sein kometenhafter Aufstieg hat Italiens Ski-Shootingstar nicht abheben lassen. Dabei hat sich Giovanni Franzoni spätestens mit seinem Triumph in der legendären Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel in den Favoritenkreis für Olympia-Gold katapultiert. „Ich habe noch nichts erreicht“, bleibt der 24-Jährige kurz vor dem Auftakt der Winterspiele demütig.
Emotionale Monate liegen hinter Franzoni. Vor allem geprägt vom tragischen Tod seines Zimmerkollegen und langjährigen Freundes Matteo Franzoso, im Sommertrainingslager in Chile. Das Gedenken an seinen Freund hält Franzoni hoch – auch in den Momenten des Triumphs wird er niemals müde, – meist unter Tränen – an Franzoso zu erinnern.
Sportlich war es hingegen eine Saison des kometenhaften Aufstiegs. Nach seinem ersten Weltcup-Podium in Gröden folgte sein erster Weltcup-Sieg im Super-G von Wengen. Die bisherige Krönung: Der Abfahrtssieg in Kitzbühel! Gelingt ihm nun auch noch der große Coup bei den Olympischen Spielen in seiner Heimat?
Beendet Franzoni Italiens Durststrecke?
Die ersten Abfahrtstrainings lassen in Italien die Hoffnungen jedenfalls schon ordentlich steigen. Und Franzoni selbst? Der zeigt sich weiter bodenständig. „Ich habe noch nichts erreicht. Also werde ich meinen Teamkollegen weiterhin den Kaffee bringen, wie ich es auch als Neuling schon getan habe“, erklärt er kurz vor Olympia-Start gegenüber der „Gazzetta dello Sport“.
Es ist diese bescheidene Art, die den 24-Jährigen längst auch in die Herzen zahlreicher Ski-Fans gebracht hat. Und vielleicht auch genau das Mittel, um mit den Erwartungen umzugehen, die er mit seinen Erfolgen selbst geschürt hat. Seit Zeno Colo im Jahre 1952 kam der Abfahrtsolympiasieger nicht mehr aus Italien. Im Super-G wäre Gold für die Azzurri ein komplettes Novum. Mal sehen, ob Franzoni diese Durststrecke beenden kann.
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