Den ersten Saisonhöhepunkt in Val di Fiemme hat Teresa Stadlober als Zweite der Tour de Ski mit Bravour bewältigt. Wenige Wochen später darf die Salzburgerin auf ihrer Lieblingsstrecke auch bei den Olympischen Spielen auf das Podest schielen. Denn die Bronzemedaillengewinnerin von 2022 im Skiathlon glänzte auch bei ihrem einzigen Weltcupstart nach der Tour als Zweite, und das letzte Trainingslager in der Heimat verlief ebenfalls nach Wunsch.
„Ich hatte eine Wahnsinnssaison mit Podestplatzierungen, so viele Siegerehrungen, das bin ich gar nicht gewohnt. Es ist natürlich schon cool, wenn es so läuft, ich fühle mich echt gut“, sagte Stadlober. Zusätzliche Zuversicht gebe ihr ein einwöchiges Trainingslager auf der Tauplitzalm, das ideal verlaufen sei. Die besten Chancen bei ihren vierten Winterspielen rechnet sich die 33-Jährige im Skiathlon am ersten Wochenende und zum Abschluss im 50-km-Klassikrennen aus.
„Das Ziel ist eine Medaille“
Selbstläufer sei das erträumte Edelmetall trotz der guten Vorzeichen aber keinesfalls, warnte die Radstädterin. „Olympia ist keine gmahte Wiesn, es muss alles passen am Tag X. Aber ich fahre mit einem guten Gefühl hin, in guter Form und mit Selbstvertrauen. Mein Ziel ist eine Medaille, und so werde ich auch in die Rennen gehen.“ Zugutekommen sollten ihr im Kräftemessen mit Jessica Diggins und mehreren Skandinavierinnen die höchst anspruchsvollen Loipen mit steilen und langen Anstiegen. „Es sind sehr schwierige Strecken, ich würde sagen, sogar die schwersten im Weltcup neben Oslo“, meinte Stadlober.
Olympia ist keine gmahte Wiesn, es muss alles passen am Tag X. Aber ich fahre mit einem guten Gefühl hin, in guter Form und mit Selbstvertrauen.
Teresa Stadlober
Höchst anspruchsvolle Strecken spielen Salzburgerin in die Karten
Im Fleimstal hat sie schon mehrmals groß aufgezeigt. Im Vorjahr war sie dort im Skiathlon Weltcup-Zweite, auch ihr erster Podestplatz gelang ihr einst am Lago di Tesero. Zudem hat sie hier 2013 ihre erste WM bestritten. „Seit damals ist das eigentlich meine Lieblingsstrecke“, sagte Stadlober. Neben den Einzelmedaillenambitionen freue sie sich besonders auf das erste Antreten mit der ÖSV-Staffel seit 2014. Die Winterspiele in Italien werden voraussichtlich ihre letzten sein, ein Weitermachen bis 2030 sei unwahrscheinlich, bei der WM 2027 wolle sie aber jedenfalls noch dabei sein, so Stadlober.
Neben ihrer Bronzemedaille vor vier Jahren in Peking hat Stadlober bei Großereignissen auch schon bittere Stunden erlebt. 2018 bog sie auf dem Weg zu einer sicheren Olympiamedaille falsch ab, bei der WM im Vorjahr wurde sie wie auch schon 2021 unglückliche Vierte. Das anstehende Event in Italien löse aber ausschließlich positive Gefühle aus. „Ich freue mich irrsinnig, dass die Spiele wieder in der Nähe sind. Wir kennen die Region gut, und es gefällt mir da unten einfach super“, sagte die Tochter von ÖSV-Präsidentin Roswitha und ÖSV-Langlaufchef Alois Stadlober.
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