Nach der Aufregung um bittere Kälte in einem Bus mit Wasserstoff-Antrieb, schnappte sich ein parteifreier Gewerkschafter ein Messgerät und prüfte auf mehreren Linien nach, wie warm oder kalt es tatsächlich im Fahrgastraum ist.
„Fahrgäste frieren bei sechs Grad im Linienbus“ – wir berichteten vor kurzen über diesen Fall. Nach der Aufregung und Rückmeldungen von Passagieren schnappte sich Herbert Weidenauer ein digitales Messgerät. Der parteifreie Gewerkschafter fuhr Ende vergangener Woche mehrere Stunden lang mit den Linien 2A, 3A, 39A und N31 – allesamt Strecken, auf denen die neuen Wasserstoff-Busse verkehren – und maß an verschiedenen Stellen im Fahrgastraum nach.
Im Schnitt 15 Grad
Ergebnis: Die Temperaturen in den Wasserstoff-Bussen lagen zwischen 12 und 17 Grad. Weidanauer: „Im Schnitt waren es in etwa 15 Grad.“ Allerdings bei den damals vorherrschenden Außentemperaturen von Minus ein bis Minus vier Grad. Der von den Wiener Linien angepeilte Maximalwert von 18 Grad wurden nirgends erreicht.
Was sagen die Wiener Linien dazu? „Durch das häufige Öffnen und Schließen der Türen an den Haltestellen kommt kalte Luft ins Wageninnere, dadurch ist eine konstante Innentemperatur nicht immer gewährleistet.“ Die Rückmeldungen von Fahrgästen zu den Temperaturen bei den Wasserstoffbussen seien nicht auffällig anders als bei anderen Fahrzeugtypen.
Zudem könnte das Messgerät, das räumt auch der Gewerkschafter freimütig ein, nicht optimal geeicht sein. Weidenauer fordert daher die Personalvertretung der Verkehrsbetriebe auf, drei geeignete Messinstrumente zu beschaffen und gemeinsam Erhebungen durchzuführen. „Dann wäre die Frage endgültig gelöst“.
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