Nach Massenschlägerei

Sechs Jahre Haft für „Tschetschenen-Anführer“

Gericht
21.01.2026 12:11

Letztes Urteil nach dem blutigen Bandenkrieg in Wien: Der selbst ernannte „Tschetschenen-Führer“ muss wegen der Massenschlägerei am Bahnhof Meidling sechs Jahre ins Gefängnis. 20 weitere Angeklagte wurden ebenfalls verurteilt. Nicht rechtskräftig.

Zwei Dutzend maskierte und schwarz gekleidete junge Männer stürmten am 7. Juli 2024 den Platz vor dem Bahnhof Meidling, gingen auf vier arabische Opfer los. Diese blutige Massenschlägerei markiert laut Staatsanwaltschaft Wien das Ende des Bandenkrieges zwischen Tschetschenen und Syrern – und beschäftigt seit Anfang Jänner einen Schöffensenat im Wiener Landl.

20 Angeklagte bereits verurteilt
Während der Prozess gegen 22 Angeklagte bereits abgeschlossen wurde – es setzte Urteile zwischen milden bedingten Strafen für psychischen Beitrag zur absichtlich schweren Körperverletzung und schweren gemeinschaftlichen Gewalt bis zu Haftstrafen für unmittelbare Täter. Auch zwei Freisprüche ergingen. Nicht rechtskräftig.

Auf sozialen Medien zu Gewalt aufgerufen
Am letzten Verhandlungstag fiel nun das Urteil gegen den selbst ernannten „Tschetschenen-Führer“ der Wiener Community. Der 25-Jährige soll zu der schweren Gewalttat gegen Syrer am Bahnhof-Meidling in sozialen Medien aufgerufen haben. In den Saal wird Abu Bakar D. schwer bewacht, mit Fuß- und Handfesseln gebracht. Schuldig will er aber nicht sein: „Vieles hier stimmt nicht. Ich weiß, dass ich dort nicht gekämpft habe. Ich weiß, dass ich auf der Meidlinger Hauptstraße war, aber auf der anderen Seite. Und ich weiß, dass ich niemanden dazu bestimmt habe.“

Abu Bakar D. wird mit Fuß- und Handfesseln vorgeführt.
Abu Bakar D. wird mit Fuß- und Handfesseln vorgeführt.(Bild: Sophie Pratschner, Krone KREATIV)

Das sehen die Schöffen aber anders: Abu Bakar D. wird nicht rechtskräftig zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Schließlich weist er bereits zwei Vorstrafen auf – eine wegen terroristischer Vereinigung und eine wegen Anstiftung zum schweren Raub. Da fasste er eine zehnjährige Haftstrafe aus.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt