Luca K. vor Gericht

IS-Anhänger, Sittenwächter und Bandenkrieger

Gericht
09.01.2026 14:35

Nach der Massenschlägerei am Bahnhof Meidling stehen am zweiten Verhandlungstag acht weitere Angeklagte vor dem Schöffensenat. Darunter ein bekanntes Gesicht – Luca K. Denn er begeisterte sich nicht nur für den IS und Sittenwächtergruppen, sondern war auch am Bandenkrieg zwischen Syrern und Tschetschenen beteiligt. Es setzt eine weitere, nicht rechtskräftige Haftstrafe. 

Und schon wieder steht Luca K. vor Gericht – der beste Freund des mutmaßlichen Swift-Attentäters Beran A. „Er hat in dieser Phase seines Lebens viel gemacht, das er jetzt nicht mehr machen würde“, erklärt seine Anwältin Anita Schattner. 2024 teilte er nämlich nicht nur IS-Propaganda und radikalisierte sich immer weiter, sondern war auch Teil einer gewalttätigen Sittenwächtergruppe. Insgesamt wurde er schon zu knapp drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Auch bei Massenschlägerei am Bahnhof dabei
Und jetzt die nächste Haftstrafe: Denn der mittlerweile 18-Jährige war auch bei der Massenschlägerei am Bahnhof Meidling im Juli 2024 dabei. 24 Tschetschenen gingen dort auf vier Opfer los – das Ende eines blutigen Bandenkriegs, der im Sommer vor zwei Jahren in Wien tobte. Dabei gab es mehrere Auseinandersetzungen zwischen Syrern und Tschetschenen.

Sechs Angeklagte verurteilt
Am Donnerstag wurden dafür bereits acht Angeklagte nicht rechtskräftig zu jeweils milden sechs Monaten bedingter Haft verurteilt. Am Freitag mussten sich acht weitere vor dem Schöffensenat verantworten. Auch bei den jungen Männern zwischen 18 und 20 Jahren lautet der Vorwurf auf absichtlich schwere Körperverletzung und schwere gemeinschaftliche Gewalt. Sechs verantworten sich geständig. Sie werden nicht rechtskräftig zu bedingten bzw. teilbedingten Strafen verurteilt. Gegen die zwei Nicht-Geständigen wird der Prozess vertagt.

Unter den Angeklagten dieses Mal: Luca K., der mitten im Geschehen war, die brutalen Szenen auch noch gefilmt hat. Er fasst eine Zusatzstrafe in Höhe von sechs Monaten Gefängnis aus – nicht rechtskräftig. „Ich wollte einfach sehen, was passiert“, erklärt der mittlerweile 18-Jährige, warum er einem Aufruf in den sozialen Medien folgte. Da soll der Erstangeklagte nämlich Zeitpunkt und Ort für die Massenschlägerei verbreitet haben. 

Ihm wird am 13. Jänner mit acht weiteren der Prozess gemacht. An zwei Verhandlungstagen werden noch Opfer und Zeugen gehört. 

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