Die einen freut‘s, die anderen könnten liebend gern darauf verzichten: Bei Letzteren handelt es sich wohl vorwiegend um Fahrzeuglenker, die bei diesen Bedingungen unterwegs sein müssen. Seit Donnerstagnachmittag ist „Frau Holle“ in Teilen Tirols sehr aktiv – auch am Freitagvormittag herrschte vielerorts noch dichter Schneefall, was zu Problemen führte.
Die Räumdienste auf den Straßen und Autobahnen stehen seit Stunden im Dauereinsatz. Nachdem der Schneefall in der Nacht nachgelassen hatte, schneite es am Freitagvormittag in Teilen Tirols wieder – teils intensiv. Unter anderem auch im Großraum Innsbruck und in der Landeshauptstadt selbst.
Bange Blicke auf die Brennerautobahn
„Wenn es so weiter schneit, könnte es auf der Brennerautobahn mit dem Schwerverkehr heikel werden“, schilderte ein Beamter der Tiroler Landesverkehrsabteilung auf „Krone“-Nachfrage. Wenn ein Lastwagen hängen bleibe, könnte dies zu einem Chaos führen und alles ist zu.
Die Befürchtung wurde schließlich gegen 9.15 Uhr wahr: Die Brennerautobahn zwischen Innsbruck-Süd und Patsch musste kurzzeitig wegen querstehender Lkw gesperrt werden!
Behinderungen gab es unter anderem auf der L236 Mötzer Straße zwischen Mötz und Mieming im Oberland, wo Fahrzeuge hängen blieben. „Wer dort rauf muss, sollte über Telfs fahren“, lautete am frühen Vormittag der Appell.
Schneekettenpflicht auf Straßen
Da und dort gab es in Tirol auch am Vormittag noch Schneekettenpflicht: etwa am Arlbergpass, auf der L4 zwischen Kramsach und Aschau, auf der L3 Wildschönauer Straße zwischen Wörgl und Auffach, auf der L207 bei Scheffau am Wilden Kaiser oder auf der B161 Kitzbüheler Straße.
Lkw blockierte Inntalautobahn
Bereits am späten Donnerstagabend kam es auf der A12 Inntalautobahn bei Telfs im Oberland zu einem Lkw-Unfall. Der Lastwagen, der von einem Inder (35) gelenkt worden war, geriet ins Schleudern, krachte gegen die Leiteinrichtung und blockierte folglich beide Fahrspuren. Der Lenker erlitt Verletzungen und musste in die Innsbrucker Klinik eingeliefert werden. Die A12 war in diesem Bereich bis etwa 23.15 Uhr in Fahrtrichtung Westen gesperrt. Ereignet hatte sich der Unfall gegen 22 Uhr.
Im Zugverkehr kam es am Freitag vereinzelt zu Verspätungen. Über gröbere Probleme war vorerst aber nichts bekannt.
Auch am Innsbrucker Flughafen herrschte am Freitagvormittag Hochbetrieb bei den Räumdiensten. Vereinzelt kam es auch dort bisher zu Verspätungen. Eine Maschine aus Eindhoven musste offenbar wegen des Wetters umgeleitet werden. Der geplante Rückflug am Vormittag zurück in die Niederlande wurde gestrichen – Passagiere wurden laut Flughafen-Auskunft auf der Webseite auf den Nachmittagflug umgebucht.
Neuschnee lässt Lawinengefahr steigen
Erhebliche Lawinengefahr – Stufe 3 der fünfteiligen Skala – gilt ab Freitag in Teilen Tirols. Grund für die erhöhte Lawinengefahr sei der Neuschnee in Kombination mit Wind und einem schlechten Schneedeckenaufbau.
In den kommenden Tagen wird mit weiteren Schneefällen gerechnet.
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