„Keine Verantwortung“
Kellnerin, die Brand auslöste, starb bei Inferno
Beim Feuerinferno in der Bar Le Constellation in Crans-Montana starben 40 Menschen – darunter auch die 24-jährige Kellnerin Cyane Panine, die den Brand ausgelöst haben soll. Sie saß mit einer Champagnerflasche mit brennender Sprühkerze auf den Schultern eines Kollegen. Dabei soll sich die Decke entzündet haben.
Immer mehr Details über die Tragödie in der Schweiz kommen ans Tageslicht. Nun wurde bekannt, dass die Barangestellte, die den Brand auslöste, auch in den Flammen starb.
Ein Bild der 24-jährigen französischen Kellnerin Cyane Panine:
In der Kellerbar wurde Champagner gern mit Sprühkerzen von den Kellnern serviert. Das zeigen auch Werbevideos aus der Vergangenheit. Das Servicepersonal trug dabei Helme, die mit Lichteffekten ausgestattet waren. Wie die Schweizer Tageszeitung „Tagesanzeiger“ berichtete, dürfte es Panine gewesen sein, die der Decke mit der Sprühkerze zu nah kam und so die Deckenpaneele entzündete.
Ein Werbevideo aus der Vergangenheit zeigt den Einsatz von Wunderkerzen in der Bar – die Kellner trugen dabei beleuchtete Helme:
Der Schaumstoff, der während Umbauarbeiten vor knapp zehn Jahren ausgetauscht wurde, soll leicht entflammbar gewesen sein. Der Barbetreiber Jacques Moretti räumte laut dem Schweizer Sender RTS ein, den Schaumstoff persönlich ausgetauscht zu haben. Er soll demnach Material aus dem Baumarkt verwendet haben.
Barbesitzerin: „Sie war wie meine kleine Schwester“
Der Lokalbesitzer befindet sich in Untersuchungshaft. Seine Ehefrau Jessica Moretti, die sich auf freiem Fuß befindet, war mit der Kellnerin offenbar gut befreundet. Sie sagte über die 24-Jährige: „Sie war für uns wie eine Schwiegertochter, wie meine kleine Schwester. Sie hat Weihnachten mit uns verbracht. Ich bin am Boden zerstört.“ Die junge Frau war mit einem Koch aus einem anderen Lokal der Morettis liiert.
Anwälte: Todesopfer tat „was von ihr verlangt wurde“
Zeugen berichteten, dass sich das Feuer binnen Sekunden ausgebreitet hatte. Laut Ermittlungsakten soll Panine auf Anweisungen ihrer Chefs gehandelt haben. Auch die Anwälte ihrer Angehörigen stellten klar: „Was auch immer die Untersuchung ergeben wird, diese junge Frau hat die Anweisungen ihrer Arbeitgeber befolgt. Sie hat vor der Geschäftsführerin getan, was von ihr verlangt wurde. Das war nichts Ungewöhnliches. Diese junge Angestellte trägt keinerlei Verantwortung.“
Jessica Moretti erklärte, sie habe den Einsatz von Sprühkerzen zwar nie verlangt, aber auch nie verboten. Der Umstand, dass die Kellnerin auf den Schultern eines Kollegen die Flasche servierte, sei eher unüblich gewesen, aber nicht das erste Mal gewesen.









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