„Großer Aufholbedarf“

Österreicher nicht genug auf Blackout vorbereitet

Österreich
13.01.2026 07:43

Nach dem Mega-Blackout in Berlin, überrascht eine Umfrage zu dem Thema umso mehr. Die Österreicher leben in diesem Punkt ziemlich sorgenfrei: Weniger als jeder Zwanzigste rechnet in den kommenden Jahren mit einem Blackout. Dabei haben die Österreicher in manchen Bereichen „großen Aufholbedarf“.

Die Gefahr eines Blackouts wird von der österreichischen Bevölkerung niedriger eingeschätzt als in den Vorjahren. Nur einer von 25 Österreichern meint, ein großflächiger Stromausfall in den nächsten zwei Jahren wäre zu 76 bis 100 Prozent wahrscheinlich. Mehr als die Hälfte der Österreicher hält einen Blackout im Gegensatz dazu für sehr unwahrscheinlich. Das besagt eine Umfrage der Beratungs- und Prüfungsorganisation EY Österreich.

Die Österreicher schätzen die Wahrscheinlichkeit für einen großflächigen Stromausfall innerhalb der nächsten zwei Jahre auf durchschnittlich 29 Prozent, vergangenes Jahr war es noch ein Drittel der Befragten. 

Das Tortendiagramm zeigt die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines Blackouts in den nächsten zwei Jahren. 51 % der Befragten sehen die Wahrscheinlichkeit bei 1 % bis 25 %. Das Balkendiagramm darunter zeigt, dass 59 % Ersatzbeleuchtung, 50 % Lebensmittel und 45 % Bargeld zu Hause haben. Quelle: EY.

Österreicher nicht ausreichend auf Ernstfall vorbereitet
Acht von zehn Menschen im Land sorgen zwar mit einfachen Haushaltsmaßnahmen vor, aber die Mittel sind für den Ernstfall nicht ausreichend. Außerdem ist ein Fünftel der Haushalte nicht einmal rudimentär vorbereitet. Vielleicht liegt das auch daran, dass 87 Prozent der Befragten mit einer Wiederherstellung der Stromversorgung innerhalb von 24 Stunden rechnen.

Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt auch: Tendenziell sorgen Menschen mit 50 oder mehr Jahren eher vor als jüngere Menschen in Österreich. „Wo es großen Aufholbedarf gibt, das sind einfache Maßnahmen im Bereich Kommunikation. Nur 18 Prozent der Familien bzw. gemeinsam Wohnenden haben vorab abgesprochen, wie sie sich im Fall des Falles verhalten und miteinander kommunizieren könnten“, sagt Christina Khinast-Sittenthaler, Leiterin des Energiesektors bei EY Österreich.

Die am häufigsten getroffene Maßnahme zur Vorsorge für einen Stromausfall ist die Ersatzbeleuchtung in Form von Kerzen oder Taschenlampen. Etwa sechs von zehn Befragten haben diese zu Hause. An zweiter Stelle folgt ein Vorrat an haltbaren Lebensmitteln, den die Hälfte zu Hause hat. 45 Prozent der Befragten haben Bargeld gelagert, 44 Prozent Getränke und immerhin vier von zehn Haushalten wichtige Medikamente. 

Im Bundesländervergleich liegen hinsichtlich der Vorbereitungen für einen Stromausfall Vorarlberg und das Burgenland vorn. 88 Prozent der Bevölkerung haben dort Maßnahmen getroffen, die im Ernstfall helfen sollen. Dahinter folgen Oberösterreich (85 Prozent), die Steiermark (83 Prozent) und Salzburg (82 Prozent). Auf dem letzten Platz liegt die Landeshauptstadt: In Wien haben sich nur drei Viertel der Haushalte (75 Prozent) auf einen Blackout vorbereitet.

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