„Dann wird abgestimmt“

Penis-Trick: So will der Weltverband nun reagieren

Olympia
20.02.2026 10:03
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Mit neuen Messmethoden möchte der Weltverband FIS gegen Schlupflöcher bei Anzugstricks im Skisprung-Sport vorgehen. Zuletzt hatte etwa ein Penis-Trick für Aufsehen gesorgt – dieser soll durch eine neue Messmethode nun der Vergangenheit angehören. Auch der Einsatz einer Röntgen-Methode wird derzeit offenbar diskutiert. 

Skispringer haben in der Vergangenheit schon zu so manchem Trick gegriffen, um den Auftrieb ihrer Anzüge zu erhöhen. Generell gilt: mehr Stoff, mehr Auftrieb. Ein entscheidender Vorteil im Wettkampf – und zugleich eine Gratwanderung am Rande der Legalität. Nicht zuletzt der Anzugwirbel rund um das norwegische Team am Ende der vergangenen Saison hat das System schonungslos offengelegt.

Die Suche nach Schlupflöchern kann dabei durchaus auch kuriose Wege gehen, so hat vor einigen Wochen die Enthüllung eines Penis-Tricks für Wirbel gesorgt. Um den Spielraum zu minimieren, greift die FIS streng durch. Vor dem Saisonstart wird jeder Athlet mit einem 3-D-Scanner vermessen. Durch ein künstlich vergrößertes Glied – etwa durch eine Hyaluron-Spritze oder andere Maßnahmen – haben so manche Athleten dabei offenbar mehr Anzugstoff erschummelt. 

Mehrere mögliche Methoden
Ein Problem, das dem Weltverband mittlerweile bekannt ist – generell will man bei Anzugtricksereien eine Null-Toleranz-Linie verfolgen. „Wir arbeiten im Hintergrund bereits an Methoden, dass das schwierige Thema verbessert wird. Wir favorisieren eine Knochenmessung, auch eine manuelle“, erklärt diesbezüglich etwa DSV-Sport-Boss Horst Hüttel gegenüber der „Bild“. 

Auch eine Messung an der Außenseite sei eine mögliche Option, der Schritt würde dann prozentual dazugerechnet. Den Penis künstlich zu vergrößern, würde sich dann nicht mehr lohnen. Alternativ wird wohl auch über eine Röntgen-Methode nachgedacht. Die sogenannte DEXA-Methode erfasst Knochendichte, Körperfettanteil und Muskelmasse – zudem sei die Strahlenmenge für die Athleten nicht bedenklich.

Welche Maßnahmen am Ende auch getroffen werden, schon bald soll sich was tun. „Wir möchten bereits bis zur neuen Saison eine neue Messmethode eingeführt haben. Wir, die FIS, arbeiten eng mit den Nationen zusammen. Wir stimmen uns auch mit dem medizinischen Komitee ab. Ich analysiere gerade sämtliche Möglichkeiten, die auf dem Markt sind. Doch es braucht eben Zeit. Das erste Meeting für die kommende Saison wird im März beim Weltcup-Abschluss stattfinden. In der FIS-Vollversammlung im Sommer wird dann abgestimmt“, stellt FIS-Chef-Materialkontrolleur Mathias Hafele klar. 

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