Fußball-Zweitligist Austria Klagenfurt sieht sich aktuell bekanntlich mit Ermittlungen wegen des Verdachts auf Wirtschaftsbetrug sowohl gegen Tomislav als auch gegen Bruder Zeljko Karajica konfrontiert – die „Krone“ hat berichtet. Der violette Wirtschaftsprüfer Ulrich Kraßnig nimmt dazu auf Anfrage Stellung. Und der aus dem Vertrag ausgetretene Marco Gantschnig erklärt die Gehalts-Situation, die sportliche Krise und seinen Abgang.
Austria Klagenfurt versinkt im Chaos, kämpft an vielen Fronten. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Wirtschaftsbetrug gegen den einstigen Klub-Käufer Tomislav Karajica und den aktuellen Gesellschafter Zeljko Karajica (für beide gilt die Unschuldsvermutung) gehören bekanntlich zu den jüngsten besorgniserregenden Entwicklungen.
„Nie etwas aufgefallen“
Zu welchen der Wirtschaftsprüfer der Violetten, Ulrich Kraßnig, auf „Krone“-Anfrage Stellung nimmt: „Wenn mir strafrechtlich relevante Dinge unterkommen, muss ich reagieren – mir ist aber nie etwas aufgefallen.“
„Nicht zweckwidrig verwendet“
Wie man als Wirtschaftsprüfer auf so eine Anzeige reagiert? „Ich bin als Zeuge von der Staatsanwaltschaft einvernommen worden und kann mit absoluter Sicherheit behaupten, dass es sich um substanzlose Vorwürfe handelt. Die finanziellen Mittel, die dem Verein von außen zugeführt worden sind, sind nicht zweckwidrig verwendet worden“, sagt Kraßnig.
„Kann bestätigen, dass es gepasst hat“
Weiters erklärt der Wirtschaftsprüfer: „Die Anzeige lautet, dass eben diese Mittel vom Verein nicht bestimmungsmäßig verwendet worden sein sollen. Ich kann bestätigen, dass es gepasst hat.“
Zur Erinnerung: Mitte 2025 hatte die Staatsanwaltschaft (StA) Klagenfurt mit ersten Ermittlungen wegen des Verdachts auf Wirtschaftsbetrug begonnen – im Fokus dieser stehen eben nun nicht nur der ursprüngliche Austria-Käufer Tomislav Karajica, sondern auch der aktuelle Gesellschafter Zeljko Karajica.
Es laufen Ermittlungen gegen Tomislav und Zeljko Karajica. Es geht um den Verdacht der betrügerischen Krida bzw. der Benachteiligung von Gläubigern.
StA-Sprecher Markus Kitz
Staatsanwaltschaft bestätigt
„Ja, es laufen Ermittlungen sowohl gegen Tomislav als auch gegen Zeljko Karajica – es kommt ja drauf an, welchen Zeitraum man berücksichtigt, in dem die beiden operativ tätig waren oder sind. Es geht um den Verdacht der betrügerischen Krida bzw. der Benachteiligung von Gläubigern. Wir sind mit der Geschäftsleitung bzw. dem Präsidenten in Verbindung“, bestätigt StA-Sprecher Markus Kitz der „Krone“.
Aus den Verträgen ausgestiegen
Zudem kämpft der Zweitligist bekanntlich damit, dass Marcel Krnjic, Michi Lang und Marco Gantschnig wegen ausbleibender Zahlungen mithilfe der Gewerkschaften „VdF“ und „Younion“ aus den Verträgen ausgestiegen sind – die „Krone“ hat berichtet.
„Es war mühsam. . .“
Der Spittaler Gantschnig dürfte vor einem Wechsel zur Vienna stehen, sagt: „Es war mühsam. Wir sind täglich von Graz gependelt, drei Stunden im Auto – und haben am Ende nie alles erhalten. Das Geld-Thema war, was die letzten neun sieglosen Partien betrifft, sicher ein Faktor. Es war ja oft auch Thema in der Kabine. Es fehlen nicht nur Prämien und zwei Gehälter, auch Wohnungszuschüsse.“
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