Terror und Femizide

Kriminalfälle, die Österreich 2025 erschütterten

Österreich
29.12.2025 14:30

Mord, Betrug, Terrorpläne – und Fälle, die jahrelang ungeklärt blieben: 2025 sorgte in Österreich erneut für Kriminal-Schlagzeilen. Über jene Verbrechen, die das Land besonders erschüttert und bewegt haben, sprach „Krone“-Kriminalreporterin Martina Prewein im Talk – und ordnet ein, warum manche Ermittlungen erst spät den entscheidenden Durchbruch bringen.

Am stärksten in Erinnerung geblieben ist ihr die Aufklärung im Fall Jenni Scharinger. Die junge Frau war im Jänner 2018 plötzlich spurlos aus ihrer Wohnung verschwunden. Jahrelang galt ihr Exfreund als Tatverdächtiger, doch es fehlten konkrete Beweise. Während die Ermittlungen stockten, kämpfte die Mutter unermüdlich weiter, hielt den Fall in der Öffentlichkeit und organisierte immer wieder Suchaktionen und Grabungen – in der Hoffnung, endlich Gewissheit zu bekommen.

Ende 2025 dann die Wende: Der Exfreund legte ein Geständnis ab und führte die Ermittler zu den sterblichen Überresten. „Dass ein Mord nach so langer Zeit noch aufgeklärt wird, ist erschütternd – aber auch unglaublich“, so Prewein. Nun laufen forensische Untersuchungen, ein Prozess wird für Sommer oder Herbst erwartet.

Mord an Grazer Influencerin
Ein weiterer Fall, der Österreich bewegte, war der Mord an der Grazer Influencerin Stefanie P. Auch hier galt das Opfer zunächst als vermisst. Doch der Exfreund geriet rasch in den Fokus der Ermittler – spätestens, als er sein Auto auf einem slowenischen Casino-Parkplatz in Brand setzte, so Prewein. Er gestand schließlich die Tat und führte die Polizei zu den Leichenteilen. Der Prozess dürfte bereits im Frühsommer stattfinden.

Stefanie P. und ehemaliger Partner, der schließlich die Tat gestand.
Stefanie P. und ehemaliger Partner, der schließlich die Tat gestand.(Bild: zVg)

Der Fall sorgte nicht zuletzt deshalb für große Betroffenheit, weil er erneut die brutale Realität von Femiziden ins Bewusstsein rückte – und weil das Opfer durch ihre Social-Media-Präsenz vielen bekannt war.

Kriminalreporterin Martina Prewein
Kriminalreporterin Martina Prewein(Bild: krone.tv )

Internationales Terrornetzwerk
International erschütternd waren auch neue Details zum vereitelten Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert. Der mutmaßliche Attentäter wurde bereits 2024 festgenommen, doch erst 2025 wurde das gesamte Ausmaß bekannt: Statt eines Einzeltäters handelte es sich um ein international vernetztes Terrornetzwerk. Kontakte zu radikalen Islamisten, geplante Anschläge in mehreren Ländern – und ein Komplize, der in Mekka tatsächlich ein Blutbad anrichtete. Die Ermittlungen stehen kurz vor dem Abschluss, ein Prozess wird noch vor dem Sommer erwartet.

„Fall Anna“ könnte neu aufgerollt werden
Auch der Fall Anna, der nach einem umstrittenen Freispruch viele empörte, erlebt nun eine mögliche Wende. Neue Aussagen eines weiteren mutmaßlichen Opfers werfen ein völlig neues Licht auf die Geschehnisse. „Krone“-Reporterin Prewein sprach mit der jungen Frau, die von massiver Manipulation, Gewalt und einer kriminellen Bande berichtete. Diese neuen Erkenntnisse könnten nun den Weg für eine Wiederaufnahme des Verfahrens ebnen.

Den ganzen Talk mit Martina Prewein sehen Sie im Video oben!

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