„Wie Terminator“

Lindsey Vonn: Kampfansage und Wunsch nach Karriere

Ski Alpin
03.12.2025 10:28
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Ski-Legende Lindsey Vonn schickt eine Kampfansage an die Konkurrenz und berichtet über einen ganz bestimmten Traum, den sie sich nach ihrer Karriere noch erfüllen möchte.

Vonn will bei Olympia 2026 noch einmal angreifen. Ein Rückblick: Ursprünglich war 2019 Schluss, sie beendete ihre beeindruckende Ski-Karriere. Ihre Verletzungshistorie: neun Knie-Operationen, zerstörte Bänder, eine Teilprothese aus Titan und Kunststoff. Vonn kämpfte zunächst um Alltagstauglichkeit und nicht um Bestzeiten. Doch ihr neues Gelenk öffnete plötzlich eine neue Tür, und auch der Olympia-Ort Cortina d’Ampezzo wurde zum entscheidenden Motivator.

„Ohne das neue Kniegelenk hätte ich es auf jeden Fall gar nicht erst gemacht“, sagt Vonn im Interview mit der „SportBild“. „Cortina ist ein sehr besonderer Ort für mich. Ich habe mir gedacht, dass es eine schöne Gelegenheit ist, meine Karriere auf eine andere, hoffentlich positivere Art und Weise zu beenden.“

Fitte 41-Jährige: „Ich mache Trainingsumfänge wie eine 20-Jährige“
Ihr Körper? Überraschend belastbar. „Er macht großartig mit! Ich absolviere dieselben Trainingsumfänge wie 20 Jahre alte Skifahrerinnen.“ Vonn legte im Sommer sechs Kilogramm Muskelmasse zu und fühlt sich erstmals seit ihrer Kreuzbandverletzung 2013 wieder wirklich stark.

Über ihr Titan-Knie lacht sie: „Ich fühle mich schon wie der Terminator, in manchen Bereichen. Ich wurde mehrmals neu zusammengebaut. Das hat mich als Mensch stärker gemacht.“

Lindsey Vonn
Lindsey Vonn(Bild: GEPA)

Olympia-Chancen? „Stehen jetzt deutlich besser“
Ein zweiter Platz beim Weltcup-Finale in Sun Valley machte deutlich: Vonn kann noch vorne mitfahren. Auch bei Olympia? „Ich denke, dass ich eine Chance habe. Jetzt hatte ich viel Zeit, um gezielt zu trainieren, ich bin in komplett anderer Verfassung. Daher stehen meine Chancen jetzt deutlich besser, als wenn die Olympischen Spiele bereits im Februar 2025 gewesen wären.“

Kritiker, die ihr Comeback belächelten, bekamen bereits eine Antwort: „Mein zweiter Platz in Sun Valley spricht für sich. Das war eine ziemlich gute Antwort für die Zweifler. Und das war erst der Anfang!“ Weil: „Das klappte fast ohne Training! Und fast ohne Saisonvorbereitung.“

„Ich muss niemandem mehr etwas beweisen“
Die Situation ist im Vergleich zu 2010, wo sie Olympiasiegerin wurde, freilich eine ganz andere. „Damals ging ich in die Spiele mit einem ungeheuren Druck auf meinen Schultern, war noch keine Olympiasiegerin. Ich erinnere mich noch, wie ich in den Raum zur Pressekonferenz kam und es mir den Atem raubte. Man muss sich erinnern: Olympia fand in Nordamerika statt, ich war auf dem Cover von „Sports Illustrated“. Es hätte kein höherer Druck auf mich wirken können. Außerdem war ich im Vorfeld verletzt gewesen und hatte zwei Wochen nicht Skifahren können. Trotzdem fand ich einen Weg zum Sieg in der Abfahrt. Jetzt ist die Situation komplett anders. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen! Ich habe bereits alles gewonnen, was ich gewinnen wollte“, so Vonn.

Nach der Karriere: ein Traumziel
Und was kommt nach ihrer Karriere? „Ich will endlich auf die Malediven reisen! Ursprünglich war das für meinen 40. Geburtstag (18. Oktober 2024, Anm.) geplant. Doch dann war ich stattdessen in Sölden und trainierte. Das ist das Einzige, was zum jetzigen Zeitpunkt sicher für meine Zukunft eingeplant ist.“

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