Liste der Probleme

Einige Spannungsfelder vor Liga-Startschuss

Sport
05.02.2014 14:37
Ein wenig Aufregung versprechendes Titelrennen, Infrastrukturprobleme und die Suche nach Geldgebern - die tipp3-Bundesliga sieht sich vor dem Startschuss ins Frühjahr mit einigen Minenfeldern konfrontiert. In strukturellen Fragen will die Liga in den kommenden Monaten aber die Weichen für eine erfreuliche Zukunft stellen.

"Wir haben das zum Leitthema gemacht und werden dies in den nächsten Jahren in Angriff nehmen", so Liga-Präsident Hans Rinner am Mittwoch in Wien. Vor allem das Thema Infrastruktur sei für die höchste Spielklasse wichtig. So brauche Wien ein Stadion für bis zu 60.000 Zuschauer Kapazität, um künftig auch Europacup-Finali abzuhalten. Rapid benötige eine neue Spielstätte, auch die Arena in Graz ein "Facelifting". Für die kleineren Klubs sah Rinner St. Pölten als Vorbild. Die NV-Arena fasst 8.000 Zuschauer, Kostenpunkt: 26 Millionen Euro. Rinner sah seine Ausführungen deshalb mehr als Denkanstoß: "Man muss jetzt reden, damit in der Zukunft etwas passiert."

Verpflichtende Rasenheizung ab der Saison 2016/17
Fix eingeplant ist jedenfalls die verpflichtende Rasenheizung in der Bundesliga ab der Saison 2016/17. Dies soll in der nächsten Hauptversammlung im Juni von den Vereinen abgesegnet werden. Damit verbunden soll ein Budget von zwei Millionen Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre für infrastrukturelle Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Pro Installierung einer Rasenheizung sind rund 500.000 Euro fällig. Die Diskussion um das beheizte Grün ist jedoch nur ein Problemfeld der Liga.

Schwierige Verhandlungen über den Bewerbssponsor
So ist das Zuschauerinteresse klar rückläufig, etwas über 6.000 Besucher pro Partie kamen im Herbst im Schnitt ins Stadion. Laut Liga-Vorstand Christian Ebenbauer wolle man dem auch mittels einer "massiven Marktanalyse" auf den Grund gehen. Zur Diskussion stehen vor allem die Ankickzeiten. Dass im Dezember um halb neun Uhr abends angepfiffen wurde, war so manchem ein Dorn im Auge. Eine Steigerung der Besucherzahlen wäre auch im Hinblick auf die Verhandlungen über den Bewerbssponsor nicht unwesentlich. Die Verträge mit T-Mobile und tipp3 laufen mit Saisonende aus. Rinner bekräftigte aber erneut, zuversichtlich zu sein.

Rinner wäre spannendere Bundesliga lieber
Rein sportlich ist die Lage vor der Auftaktrunde am kommenden Wochenende klar: Liga-Krösus Salzburg dürfte bei 15 ausstehenden Runden nicht mehr einzuholen sein. Nach dem 5:1 im Nachtragsspiel in Wiener Neustadt liegt der Spitzenreiter 14 Punkte vor dem Zweiten Grödig. Gewinnen die "Bullen" auch den Salzburg-internen Vergleich am Samstag, vergrößert sich der Respektabstand um weitere drei Zähler. Rinner sparte demnach nicht mit Lob für die Mozartstädter, die auch noch in der Europa League die rot-weiß-roten Fahnen hochhalten. Er sah dies aber auch differenziert: "Dass wir mit Salzburg einen uneingeschränkten Leader haben, tut ein wenig weh. Im Vorjahr hatten wir eine spannende Meisterschaft."

Die am Mittwoch in Wien weilenden Klubvertreter sahen dies anders. "In Deutschland gibt es die gleiche Situation mit Bayern München, aber es liegt an den anderen Vereinen, daran zu arbeiten, dass die Lücke kleiner wird. Aber deswegen ist die Liga nicht uninteressant", betonte Austrias Sport-Vorstand Thomas Parits.

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(Bild: KMM)



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