Paper gegen Paper

Facebook verärgert mit App-Name kleine Firma

Web
04.02.2014 09:16
Kein glückliches Händchen hat offenbar Facebook bei der Namenswahl seiner neuen iPhone-App "Paper" bewiesen. Denn die am Montag in den USA veröffentlichte Anwendung für den Zugang zu Neuigkeiten des sozialen Netzwerks und anderen Inhalten trägt denselben Namen wie eine bereits 2012 veröffentlichte App.

Mit der bereits vor zwei Jahren veröffentlichten App "Paper" lassen sich Skizzen oder Notizen auf dem iPad erstellen. Entwickler ist das New Yorker Unternehmen FiftyThree. Dessen Chef, Georg Petschnigg, rief Facebook nun im Internet dazu auf, den Namen der App des Netzwerks zu ändern.

Nicht nur sein Unternehmen, sondern auch viele Kunden und Medien hätten überrascht auf die Ankündigung Facebooks reagiert, eine App namens "Paper" zu veröffentlichen. Man habe sich deshalb an Facebook gewandt und von der Verwirrung berichtet, die die App des Netzwerks gestiftet habe, woraufhin sich Facebook entschuldigt habe, sie nicht früher über diesen Schritt informiert zu haben.

Eine ernsthafte Entschuldigung sollte aber auch eine Lösung beinhalten, kritisiert Petschnigg. "Wir denken, Facebook sollte dieselbe Energie, die es in die Entwicklung der App gesteckt hat, in die Findung eines eigenen Markennamens stecken. Eine App über Geschichten sollte nicht mit jemand anderes Geschichte starten", schreibt der FiftyThree-Chef.

Er hoffe nun, dass der gigantische Internetkonzern über sein Unternehmen nicht einfach drüberfahre, sondern seinen Fehler erkenne und ihn wiedergutmache. Zumal es enge Beziehungen zu Facebook gebe, wie Petschnigg betont: Nicht nur seien mittlerweile viele frühere Mitarbeiter bei dem sozialen Netzwerk angestellt, ein Mitglied des Facebook-Aufsichtsrates sei auch einer der Investoren von FiftyThree.

Facebooks "Paper"-App am Montag in USA gestartet
Facebooks am Montag in den USA gestartete "Paper"-App (siehe Infobox) ersetzt die üblichen Bildschirmknöpfe zur Navigation weitgehend durch Wisch-Gesten. Eine zentrale Idee ist, dass man damit neben Informationen aus dem sozialen Netzwerk auch Nachrichten zu verschiedenen Themen durchblättern kann. Die App ist bisher in Europa nicht verfügbar.

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