17.12.2013 10:22 |

"Folge-OPs nötig"

Sprengkörper explodierte: Mann verlor drei Finger

Bei der Explosion eines selbst gebastelten Sprengkörpers hat ein 21-jähriger Bursche am Montag im Südburgenland drei Finger seiner rechten Hand verloren. Der junge Mann hatte den explosiven Gegenstand aus der Hosentasche genommen und dürfte dabei versehentlich an der Zündschnur gezogen haben. Es kam zur Detonation.
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Laut Auskunft der Ärzte des LKH Graz, wo der Verletzte notoperiert wurde, konnten zwei seiner Finger gerettet werden. "Es werden weitere Folgeoperationen notwendig sein, um die Funktionsfähigkeit der Hand zu verbessern", sagte eine Sprecherin am Dienstag. Der Patient sei bereits auf eine Normalstation verlegt worden.

Der junge Mann stand am Montag gerade mit einem Freund am Balkon seines Wohnhauses in Güssing, als es zu der folgenschweren Explosion kam. Der 21-Jährige war unmittelbar nach dem Unfall ansprechbar, wurde nach der Erstversorgung per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen und am Nachmittag operiert. Lebensgefahr bestand laut Polizei zu keinem Zeitpunkt.

Weitere Sprengkörper in Wohnung und Garage entdeckt
Warum genau es zur Detonation kam, ist bislang noch nicht restlos geklärt. Vermutet werde derzeit, dass die Explosion durch das Ziehen an der Zündschnur ausgelöst wurde, erklärte ein Polizeisprecher.

In der Wohnung und der Garage des 21-Jährigen wurden von den Beamten weitere selbst gebastelte Sprengkörper vorgefunden und sichergestellt. Nach umfangreichen Ermittlungen habe man feststellen können, dass der 21-Jährige die Sprengutensilien für Silvester hergestellt hatte, hieß es seitens der Polizei.

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