Ein Ostersonntag ohne Eierpecken? Unvorstellbar! Und vor allem die Suche nach den farbenfrohen Goggei ist speziell für die Kinder Jahr für Jahr ein Spektakel. Im Bauernhöfemuseum im Tiroler Kramsach wird die Tradition am Montag ausgelebt. Dabei gilt es, zahlreiche Verstecke zu finden.
Der Brauch, bei dem zwei „Spieler“ ihre hartgekochten Ostereier gegeneinander schlagen, wird nach wie vor in vielen Tiroler Wohnzimmern gerne praktiziert. Wessen Ei heil bleibt, der hat gewonnen. „Bio-Eier haben dickere Schalen“, verrät Thomas Bertagnolli, wissenschaftlicher Leiter des Bauernhöfemuseums in Kramsach, wie die Siegeschancen steigen. Ein Brauch mit langer Geschichte: Schon im 17. Jahrhundert wetteten Bauern um das stabilste Ei.
Wertvolle Fastenspeise, die verschenkt wurde
Doch warum bringt der Osterhase eigentlich Eier? „Früher galten sie als wertvolle Fastenspeise. Zum Osterfest wurden sie gesegnet und verschenkt“, weiß Bertagnolli. Und damit die Kinder die Eier nicht gleich alle verputzten, wurden sie kurzerhand versteckt.
Osterhase hat tausend bunte Eier versteckt
Apropos Suchen: Am Ostermontag werden im Museum Tiroler Bauernhöfe tausend bunte Eier im weitläufigen, neun Hektar großen Gelände versteckt. „Ein Spektakel für die ganze Familie, das sich mit Wissenswertem rund um die bäuerliche Kultur verknüpfen lässt.“ Ausschau sollte man in diesem Jahr vor allem auf die goldenen „Super-Eier“ halten. Damit kann man sich an der Kassa eine Überraschung abholen. Also: Körbchen einpacken und Augen auf! Start ist um 13 Uhr.
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