Ungeziefer, Lärm und Dreck – in einem Gemeindebau in Wien gehen die Wogen hoch. Seit Jahren leiden verzweifelte Nachbarn unter einer Familie. Nun wurde die letzte Verwarnung erteilt.
Seit im Jahr 2021 eine mehrköpfige pakistanische Familie einzog, leiden die Mieter des Gemeindebaus in der Vorgartenstraße unter untragbaren Zuständen. „Es ist seitdem zu jeder Tages- und Nachtzeit unmöglich, in seiner eigenen Wohnung Ruhe zu haben“, schildert Gernot L., der im Schichtdienst arbeitet und kaum mehr schlafen kann.
Balkon als Mülltonne
Aber nicht nur der Lärm sorgt für Unmut, sondern auch Dreck. „Mein Balkon dürfte als erweiterter Mistkübel der Familie dienen. Im Sommer schütten sie eine Flüssigkeit in meine Blumen, woraufhin diese eingehen“, so L. Und auch die Fetzen, die als Sichtschutz für den Balkon der Familie genutzt werden, würden bei ihm landen.
Nachbarin Sonja O. hatte plötzlich orientalische Kakerlaken in ihrer Wohnung, der Kammerjäger musste anrücken. Die Mieter vermuten, dass die Familie sie von einem Heimaturlaub mitgebracht hatte.
Wiener Wohnen wurde über die Vorfälle informiert, auch die Polizei rückte mehrmals wegen Lärm an. Mit Unterstützung von FPÖ-Wohnombudsmann Michael Niegl reichten die Mieter ein Ersuchen auf Delogierung der Familie ein. „Wie lange will man seitens Wiener Wohnen noch zusehen, wenn Problemmieter über Jahre ein friedliches Zusammenleben unmöglich machen?“, fragt Niegl.
Letzte Warnung
Eine Sprecherin von Wiener Wohnen bestätigt, dass die letzte schriftliche Verwarnung an die Partei erging. Kommt es zu neuerlichen Beschwerden, würde sie delogiert.
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