Für Zubringer-Highway

Für UNO-Klimagipfel wird Regenwald gerodet

Ausland
15.03.2025 06:00

Ausgerechnet für die Klimakonferenz COP30 werden jetzt Zehntausende Hektar Regenwald im Amazonas abgeholzt. Das Paradies muss einem Zubringer-Highway weichen.

Mehr als 50.000 Delegierte sowie unzählige Regierungschefs und Staatsoberhäupter werden im Herbst zur COP30 in die brasilianische Großstadt Belém strömen. Das „Heiße-Luft-Spektakel“ – es geht von 10. bis 21. November über die Ökobühne – führt sich aber schon jetzt ad absurdum. Denn: Unter dem Vorwand, die ohnehin schon im Verkehr erstickende Metropole entlasten zu wollen, wird zur Stunde und mit Hochdruck eine vierspurige (!) Autobahn aus dem Regenwald gestanzt.

(Bild: Krone KREATIV)

Dem 18 Kilometer langen Highway, der Teilnehmer bequem in das klimafeindlich klimatisierte Konferenz-Konglomerat bringen soll, sind Zehntausende Bäume dieser grünen Amazonas-Lunge zum Opfer gefallen – und das ohne Rücksicht auf Fauna und Flora. Die Ureinwohner des Pataxó-Volkes wurden brutal vertrieben. Ihre Ernten sind zerstört und das sorgsam gehütete Stammesland verwüstet.

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Wenn jetzt für die Weltklimakonferenz in Brasilien wertvollster Regenwald geopfert wird, führt sich dieser UNO-Gipfel ad absurdum.

Alexander Egit, Greenpeace Österreich

Umweltschützer befürchten zu Recht, dass hier eine Schneise für noch weitere Rodungen geschlagen wurde. „Das wird Holzkonzerne, Goldwäscher und andere Desperados anlocken“, befürchtet der indigene Bauer Claudio Verequete. So oder so würde uraltes Stammesland mit einer Asphaltdecke überzogen.

In Wien ist Greenpeace-Chef Alex Egit entsetzt: „Angesichts des Ausstiegs der USA aus allen Klimaverträgen müsste die Welt beim Klimaschutz enger zusammenrücken.“ Aber nicht auf diese Art des Öko-Wahnsinns.

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