Einige Bewohner fürchten sich im 16. Bezirk – die Parteien wollen ihnen das Sicherheitsgefühl wieder zurückbringen. Doch auch Fahrradhighways regen viele auf. Wie gehen die politischen Bewerber damit um? Diese und andere drängende Fragen haben wir den Spitzenkandidaten im Bezirksrat gestellt.
Am Sonntag, dem 27. April, geht es um insgesamt 60 Mandate im 16. Gemeindebezirk. Aktuell hält die SPÖ 25, die Grünen 13, die ÖVP elf, und sowohl NEOS als auch FPÖ halten drei.
Darüber hinaus treten in Ottakring auch Kleinparteien an, von denen bei der vergangenen Wahl vor fünf Jahren auch schon welche Mandate erringen konnten. Dazu gehören „Soziales und Österreich der Zukunft ( SÖZ)“ und HC, die jeweils ein Mandat innehaben. Neu dabei um Plätze in dem Kommunalparlament ist die Partei „Plattform Obdachlose (HERZ)“, für die Hans-Georg Peitl als Spitzenkandidat ins Rennen geht.
Sicherheit als Top-Thema
Das tragende Thema der fünf großen Parteien für Ottakring ist die Sicherheit. Wie berichtet, kommt es im 16. Bezirk vermehrt zu Blaulichteinsätzen der Polizei, auch spektakuläre Kapitalverbrechen lassen das subjektive Sicherheitsgefühl bei vielen Bewohnern des Bezirks schrumpfen. Ein vermeintlicher Hotspot der Gewalt ist der Yppenplatz, der in erster Linie aber wegen seiner vielfältigen Kulinarik Leute von nah und fern in das Herz des 16. zieht.
Schmankerl und Kriminalität
Auch der Brunnenmarkt mit Schmankerln aus aller Welt und mit regionalen Produkten ist weit über die Bezirksgrenzen hinaus beliebt. Aber auch Kleinkriminalität spielt am Yppenplatz eine Rolle. Während die neue „Grätzlerei“ als Anlaufstelle und Vernetzungspunkt für Institutionen und die Polizei dienen soll, werden auch mehr Polizisten vor Ort und mehr Beleuchtung gefordert. Die ÖVP spricht sich sogar für eine Videoüberwachung aus.
Streitthema Verkehr
Das zweite Thema, bei dem sich die politischen Mitbewerber uneins sind, ist der nicht motorisierte Verkehr auf zwei Rädern. Während SPÖ, Grüne für eine Forcierung des Radverkehrs und weitere Radrouten durch den Bezirk sind, treten FPÖ und ÖVP dabei auf die Bremse, weil sie die Befürchtung hegen, dass viele Parkplätze für Autos deswegen wegfallen könnten. Die NEOS hingen sind laut deren Spitzenkandidat Paul Hirczy auch für mehr Fahrradstraßen in Ottakring, „aber nur dort, wo es sinnvoll ist“.
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