Ein spezielles Vermessungsgerät soll Fragen zum Tathergang nach dem Terror-Akt in Villach klären. Damit wird eine digitale Kopie des Tatorts erstellt – so können Zeugenaussagen besser überprüft werden.
Was genau ist an jenem Samstagnachmittag passiert? Das fragen sich nicht nur die trauernden Angehörigen der Opfer, die Politik und die besorgten und verunsicherten Bürger, sondern auch die Ermittler, die auf Hochtouren an der Beantwortung dieser Frage arbeiten.
Erster Einsatz für 3D-Scanner in Kärnten
Nachdem die Polizei bereits am Samstagabend eine Zeugenhotline samt Upload-Portal für Videos und Fotos des Terror-Aktes eingerichtet und bis spät in die Nacht den Tatort nach Spuren abgesucht hatte, rückten am Sonntagvormittag Experten mit einem speziellen Vermessungsgerät an: „Dieser 3D-Scanner war in Kärnten das erste Mal im Einsatz“, informiert Polizeipresse-Chef Rainer Dionisio.
Digitale Kopie des Tatorts
Damit wird quasi eine digitale Kopie des Tatorts erfasst, um im späteren Verlauf Angaben von Zeugen oder des Tatverdächtigen – insofern er welche machen wird – auf ihre Plausibilität zu überprüfen: „Durch die Visualisierung können die Ermittler nachvollziehen, ob die Aussagen zusammenpassen“, erklärt Dionisio im „Krone“-Gespräch.
Klar ist, dass sich seit der Attacke in der Draustadt eine Unsicherheit breit macht: „Meine Freunde und ich machen uns jetzt schon Gedanken, ob wir in der nächsten Zeit abends noch rausgehen“, meint auch Lorenz Meschik (19), der das Todesopfer auch kannte.
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