Etwa in Deutschland, dessen Wirtschafts- und Sozialdaten stets mit jenen Österreichs verglichen werden, können die Schüler 19 Ferientage weniger ausspannen - die bulgarischen Schulkinder haben bis zu 51 Urlaubstage mehr.
"Dauer der Sommerferien zu lange"
"Für Österreichs Volksschüler ist die aktuelle Dauer der Sommerferien sicher zu lange", belebt die Wiener Schulpsychologin Dr. Mathilde Zeman nun mit ihrer Meinung die Debatte über zu viel Ferien. Und sie bringt dazu folgende Argumente: "Erstens sind Volksschüler noch auf das Lernen, auf die Klassengemeinschaft konzentriert. Den Kindern fehlen die Freunde aus der Schule. Zweitens können die Schüler in diesem Alter noch nicht allein ihre Selbstverwaltung organisieren - sie brauchen ihre Eltern." Aber für alle Mütter und Väter sei es "sehr schwierig, die Ferien neun Wochen lang konstruktiv zu gestalten".
Ab der fünften Schulstufe sollte sich aber nichts ändern, sagt Zeman: "Die Jugendlichen brauchen die neun Wochen für ihr Ferialpraktikum, ihre Auslandsaufenthalte - und natürlich auch für ihre Erholung." Diese Experten-Meinung stützt die Forderungen der Wiener Stadtschulratspräsidentin: Susanne Brandsteidl (SPÖ) will bekanntlich auch die jährlich vier schulautonomen Tage abschaffen.
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