Duchatczek war Mitte Juni suspendiert worden. Grund war eine Anklage der Staatsanwaltschaft wegen Mitwisserschaft bei fragwürdigen Geschäften der Nationalbanktochter OeBS, deren Aufsichtsratschef Duchatczek war (siehe Infobox). Duchatczek hat die Anschuldigungen stets zurückgewiesen.
Die OeNB sehe in Duchatczeks Rücktritt einen "unberechtigten Austritt", so dessen Anwalt Herwig Hauser. Das sei "rechtlich nicht nachvollziehbar". Sein Klient habe vielmehr die "Auflösung des Dienstverhältnisses durch Pensionierung zum rechtlich nächstmöglichen Termin" erklärt, so Hauser. Das würde "jeder des Lesens Kundige verstehen".
Wie Duchatczek nun weiter vorgehen werde, wollte Hauser am Donnerstag nicht sagen. Er erwarte sich jedenfalls "keine Prozesse von allzu langer Dauer". Sollte sich die OeNB mit ihrer Rechtsmeinung durchsetzen, müsste Duchatczek Schätzungen zufolge alleine auf knapp 300.000 Euro Abfertigung verzichten.
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