Die Frauen - in ersten Meldungen war von Schülerinnen die Rede gewesen - gehörten zu einer etwa 40-köpfigen Gruppe aus der tschechischen Stadt Zlin, die ihr Quartier vor einigen Tagen am Campingplatz bei Palfau im Bezirk Liezen aufgeschlagen hatte. Am Mittwochvormittag unternahm die Gruppe eine Bootstour mit selbst mitgebrachten Booten.
Durch Strömung unter Baumstamm gezogen
Gegen Mittag kam es dann nahe der Brücke Palfau zum folgenschweren Vorfall: Das Boot mit den beiden Frauen an Bord kenterte plötzlich und kippte um. Die Sportlerinnen wurden sofort abgetrieben.
Eine der beiden wurde durch die Strömung mit den Beinen unter einen Baumstamm gezogen und blieb dort unter Wasser hängen. Sie konnte sich nicht mehr befreien und wurde erst nach drei Stunden von Mitgliedern der Canyoninggruppe des Bergrettungsdienstes sowie von Teams der Wasser- und Bergrettung tot geborgen. Ihre Freundin konnte sich hingegen an einem Baum festklammern und wurde von anderen Bootsfahrern rasch gerettet. Sie blieb unverletzt.
Gefährlichkeit des Gewässers unterschätzt
Nach Angaben der Polizei waren die Paddler ohne Bootsführer unterwegs. Die Gefährlichkeit des Gewässers sei offensichtlich unterschätzt worden, so das Resümee des Feuerwehreinsatzleiters Gerhard Ganser: "Mit diesen Booten, für die man - im Gegensatz zu größeren - weder Genehmigung zum Führen noch für den Verleih benötigt, gibt es leider immer wieder Probleme. Es ist zum Teil schon fahrlässig, bei diesem hohen Wasserstand mit einem Zweier-Boot zu fahren."
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