Millionenschaden

Finanzspritze soll nach Felssturz Einbußen verringern

Österreich
18.05.2013 10:50
Der Schaden nach dem enormen Felssturz in Osttirol dürfte auf bis zu vier Millionen Euro anwachsen. Am Freitag machte sich Tirols Landeshauptmann Günther Platter ein Bild der Lage und versprach finanzielle Hilfe: "Die Felbertauernstraße ist ja die Lebensader Osttirols." Dem Tourismus und den einzelnen Betrieben drohen enorme Einbußen.

Denn allein zu Pfingsten 2012 wurden 30.500 Fahrten durch den Felbertauerntunnel gezählt. Die geschätzten Kosten für die Felssprengungen, Aufräumarbeiten und für die Wiedererrichtung der Galerie und der Straße sowie Einbußen bei Mauteinnahmen dürften sich laut Karl Poppeller, Chef der Felberstraßen AG, auf rund drei bis vier Millionen Euro belaufen. "Möglicherweise kommen wir mit den Arbeiten in nächster Zeit so weit, dass in rund drei Wochen die Felbertauernstraße in der Schildalmgalerie wieder einspurig befahrbar wird", meint Poppeller.

Wirtschaft in Osttirol droht enormer Schaden
Neben dem Straßenbetreiber drohen auch der Wirtschaft in Osttirol nach dem Felssturz enorme Nachteile. "Wir müssen dafür sorgen, dass Osttirols Wirtschaft und der Tourismus nicht zu starke Einbußen durch die Sperre der Straße erleiden", erklärte Platter am Freitag bei einem Lokalaugenschein. Mit 200.000 Euro wird jetzt für die Tourismusregion in Ländern geworben, von denen aus Osttirol trotz der Straßensperre derzeit leicht erreichbar ist.

Für die rund 800 Pendler, die tagtäglich den Felbertauern passieren müssen, wird ab dem 21. Mai eine Schnellbus-Linie von Kitzbühel und Mittersill bis zum Südportal des Tunnels eingerichtet. Die Fahrgäste müssen dann über einen Steig zu Fuß auf eigene Gefahr bis zum Matreier Tauernhaus. "Dann geht's wieder weiter mit dem Schnellbus", erklärt Matreis Bürgermeister Andreas Köll (Bericht siehe Infobox). 

Weiter keine Hinweise auf mögliche Vermisste
In der Nacht auf Dienstag waren rund 35.000 Kubikmeter Geröll und Fels auf die einzige direkte Straßenverbindung von Osttirol nach Salzburg gestürzt. Dabei wurde eine Lawinengalerie auf einer Länge von 95 Metern komplett zerstört. Dass sich Menschen unter dem Geröll befinden, kann noch immer nicht ausgeschlossen werden. Bei der Polizei ging jedoch noch keine Vermisstenmeldung ein.


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