Unzählige Male wurde eine Salzburgerin in ihrer Kindheit sexuell missbraucht. Lange traute sie sich nicht, sich gegen ihren Peiniger zu wehren, weil er ihr drohte. Letztlich zeigte sie ihn doch an, er bekam aber nur eine geringe Strafe. „Obwohl er mit seinen Verbrechen an mir“, klagt das Opfer, „mein Leben für immer zerstört hat“.
Sie wirkt zerbrechlich, leicht verletzbar. In ihrer zarten Erscheinung, mit ihrem eher schmächtigen Körperbau; in ihrem schüchternen Auftreten. Und es ist Sabine A. (Name geändert) anzumerken, dass es ihr schwerfällt, über ihren „Fall“ – wie sie ihr Drama nennt – zu reden.
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„Aber ich will das unbedingt tun“, sagt die 35-Jährige mit leiser Stimme, „denn vielleicht kann ich ja dadurch etwas bewirken.“ Aufzeigen, dass Opfer von Straftaten – wie sie selbst einmal eines war – „auch noch viele Jahre danach“ an den Folgen der an ihnen begangenen Verbrechen leiden: „Weil ein Vergessen kaum möglich ist.“
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