Automaten umstellen

Neue Euro-Scheine kosten Handel in Österreich Millionen

Österreich
10.05.2013 16:59
Probleme bei den ÖBB und Ärger bei den Trafikanten sowie Geschäftsleuten: Der neue, fälschungssichere Fünf-Euro-Schein hat derzeit nicht gerade viele Fans. Der Grund: Für das technische Update der Automaten muss der Handel selbst aufkommen. Und das kostet bundesweit Millionen.

Josef Quehenberger (Bild) aus Bischofshofen in Salzburg hat gleich fünf Automaten in seinen Geschäften. Alle müssen umgerüstet werden, weil sie die neuen Scheine der zweiten Generation sonst nicht erkennen würden. "Pro Stück kostet mich die Umstellung bis zu 50 Euro", erklärt der Sonnenstudio-Chef. "Investiere ich das Geld aber nicht, verliere ich Kunden. Mein Nachbar ist Trafikant, dem geht es nicht besser."

Eine Million Euro für Umrüstung von Spielautomaten
Noch größere - und zudem teurere - Probleme bekommen jene Geschäftsleute, die einen Spielautomaten in ihren Lokalen stehen haben. "Hier müssen mit Kosten von bis zu 200 Euro pro Gerät gerechnet werden", so Helmut Kafka, Präsident des heimischen Automatenverbandes. Bei rund 5.000 "Unterhaltungs-Apparaten" in Österreich macht das alleine in dieser Branche eine Million Euro.

Kafka weiter: "Die Geräte müssen an ein halbes Dutzend Fünf-Euro-Noten in allen Stadien gewöhnt werden, also von druckfrisch bis zerrissen." Gerät der Apparat aber darüber hinaus später aber doch noch einmal an einen "unbekannten" Schein, muss der Techniker ein zweites Mal ausrücken - die Kosten steigen.

Und das Problem kommt wieder - dann nämlich, wenn die neuen Zehn-Euro- und Zwanzig-Euro-Scheine in Umlauf gebracht werden.

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