Was für ein dramatisches Ende des Damen-Riesentorlaufs in Killington: Mikaela Shiffrin hat ihre erste Chance auf ihren 100. Karriere-Triumph verpasst – mit einem schweren Sturz im Zielhang, nach dem sie mit dem Akia abtransportiert worden ist! Somit fiel der Rennsieg im US-Bundesstaat Vermont an die Schwedin Sara Hector, die sich vor der Kroatin Zrinka Ljutic (+0,54 Sek.) und Camille Rast (+1,05) aus der Schweiz durchsetzte.
Shiffrin hatte an der US-Ostküste nach dem ersten Lauf geführt und die Zeit leuchtete auch bei ihrem Ausfall noch knapp grün. Nach einem Innenski-Ausrutscher fädelte sie unschön im nächsten Tor ein. Während Shiffrin noch auf der Piste behandelt wurde, verlief die Siegerehrung im Ziel schaumgebremst.
Der schlimme Sturz von Shiffrin in Bildern:
„Es bricht mir und allen hier das Herz!“
„Ich hatte eine kleine Phase, in der ich an mir selbst gezweifelt habe. Es fühlt sich wunderbar an“, sagte Hector, die nach ihrem sechsten Sieg im Weltcup verhalten jubelte. Gleichzeitig ist es so traurig, Mikaela so stürzen zu sehen. Es bricht mir und allen hier das Herz.“
Fragen nach der Zwischenzeit
Der US-Ski-Verband kündigte weitere Informationen an. „Tröstet euch mit der Tatsache, dass sie nach ihren Zwischenzeiten gefragt hat.“ Shiffrin war im ersten Lauf 0,32 Sekunden schneller als die zweitplatzierte Hector gewesen und hatte danach gesagt: „Die Strecke und die Bedingungen sind wirklich spektakulär.“
Für das Podest-Trio von Sölden lief es gar nicht. Die siegreiche Italienerin Federica Brignone, die Neuseeländerin Alice Robinson und Julia Scheib schieden aus. Lara Gut-Behrami (SUI), die Gesamtweltcup-Siegerin des Vorwinters, präsentierte sich bei ihrem verspäteten Saisonauftakt noch nicht in Bestform und wurde 13. Sie hatte die Killington-Riesenslaloms 2023 und 2022 gewonnen. Am Sonntag (16/19 Uhr) steht in Killington ein Slalom an. Danach reisen die Technikerinnen nach Europa zurück, denn die beiden Kanada-Riesentorläufe von Mont Tremblant wurden wegen Schneemangels abgesagt.
Das Ergebnis:
Rot-weiß-rote Ausfallserie
Die ÖSV-Frauen enttäuschten mit Ausnahme von Ricarda Haaser (8.), die als einzige Österreicherin in die Punkteränge fuhr. Haaser fuhr ihr bestes Ergebnis seit einem achten Rang in Soldeu im Februar 2024 ein. „Vom technischen Skifahren war es ganz passabel. Die letzte Frechheit fehlt mir noch, dass ich wirklich den direkten, entschlossenen Weg zum Tor gehe“, sagte die Tirolerin im ORF.
Liensberger rutschte nach wenigen Toren am Innenski aus
Während Haaser froh war, sich aufs Material verlassen zu können, offenbarten ihre Kolleginnen bei wechselnden Schneeverhältnissen im ersten Durchgang große Probleme, spiegelglatte Stellen wechselten mit griffigen. Shiffrin sprach auch von Steinen in der Piste. Katharina Liensberger rutschte nach wenigen Toren am Innenski aus und blieb kurz im Schnee liegen. Die Vorarlbergerin fuhr im Anschluss selbstständig runter.
„Ich bin froh, dass ich gesund bin, weil es ein Kreuzbandl-Schnee ist!“
Auch Scheib verabschiedete sich nach weniger als 20 Fahrsekunden aus dem Rennen. „Ich bin froh, dass ich gesund bin, weil es ein Kreuzbandl-Schnee ist“, sagte die Sölden-Dritte. Stephanie Brunner wehrte sich ein wenig länger gegen den Ausfall. Bei Franziska Gritsch passt indes weiter gar nichts zusammen. Die außerhalb der ÖSV-Strukturen trainierende Tirolerin schwang mit 4,93 Sekunden Rückstand ab. Auch Elisabeth Kappaurer hatte bei ihrem Comeback mehr als vier Sekunden Rückstand. Nina Astner (32./+3,58) fehlten 11/100 für den zweiten Durchgang, bei Lisa Hörhager war die Sache klar (+5,46).
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