Im August jagte ein 17-Jähriger mit beinahe 200 km/h über die Westautobahn, bei Ansfelden stoppte ihn die Polizei und beschlagnahmte sein Fahrzeug. Nun wurde der VW-Passat als erstes in Oberösterreich nach dem neuen Raser-Gesetz endgültig abgenommenes Fahrzeug zwangsversteigert.
Um Punkt 13 Uhr fiel am Mittwoch der virtuelle Hammer: Das erste Auto, das in Oberösterreich nach dem neuen Raser-Gesetz endgültig beschlagnahmt worden war, wechselte bei einer Zwangsversteigerung um 2000 Euro den Besitzer. Insgesamt wurden beim Auktionshaus Dorotheum online 24 Gebote für das Stück Verkehrsgeschichte – einen VW Passat Baujahr 2002 mit rund 190.000 Kilometern – abgegeben.
Öffentliche Hand bekommt Verkaufserlös
„Sobald der Käufer die Rechnung einbezahlt hat, entweder per Überweisung oder in bar, können Autoschlüssel und Fahrzeugpapiere abgeholt werden“, erklärt Armin Mujkanovic, Chef des Dorotheums in Traun, das weitere Prozedere. 70 Prozent des Verkaufspreises gehen an den Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds, 30 Prozent bekommt die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land als für die Abwicklung zuständige Behörde.
Inklusive Auktionsgebühren muss der oder die Käuferin 2440 Euro für den VW Passat hinlegen. Das Auto hat zwar noch bis Juni 2025 ein gültiges „Pickerl“, weist aber bereits starke Gebrauchsspuren auf, unter anderem leuchtet die Motorkontrollleuchte auf.
Mehrere Abnahmen, kaum Versteigerungen
„Krone“-Leser kennen die Vorgeschichte zur Zwangsversteigerung: Ein 17-Jähriger raste im August mit fast 200 km/h durch den „100er“ bei Ansfelden, woraufhin sein VW laut dem seit 1. März gültigen Gesetz beschlagnahmt wurde. Mehrere andere in OÖ bisher vorläufig abgenommene Raser-Autos wurden wieder an ihre Besitzer zurückgegeben, weil sie nicht deren Eigentümer waren.
Im Falle des 17-Jährigen trafen aber alle Voraussetzungen für die Versteigerung zu.
Bundesweit war es die insgesamt zweite Zwangsversteigerung. Denn im Oktober landete bereits ein in Vorarlberg wegen Rasens beschlagnahmter Peugeot 208 unter dem Hammer. Verkaufspreis dafür waren 6800 Euro.
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