Das Städtchen Felixdorf mit seinen 4700 Einwohnern wehrt sich gegen ein Mega-Wohnbauprojekt, bei dem sich die Einwohnerzahl mit einem Schlag um hunderte Mitbürger erhöhen würde. Laut SPÖ-Bürgermeister Andreas Hueber gibt es für dieses Projekt noch keine Pläne. Außerdem herrscht Baustopp bis 2026.
Aufschrei im Bezirk Wiener Neustadt. Auf einem Feld zwischen Theresienfeld und Felixdorf hat die Siedlungsgenossenschaft Frieden ein 40.000 m² großes Areal angekauft. Nun wird befürchtet, dass dort ein riesiger Wohnkomplex entstehen könnte – samt Parkdeck. Und: In der neuen Raumordnung wurde ein Zuwachs von 4700 auf 6500 Einwohner beschlossen. „Das bedeutet einen Bevölkerungszuwachs von 40 Prozent“, befürchtet Alexander Smuk, ÖVP-Gemeinderat und Mitbegründer der Bürgerliste „Felixdorf statt Felixstadt“. Der Ort sei für diesen massiven Bevölkerungsanstieg nicht gewappnet, so die Befürchtung. Weder verkehrstechnisch noch was Plätze in Kindergarten und Schulen betrifft. 700 Unterschriften, die sich gegen dieses Projekt aussprechen, wurden bereits gesammelt, seien jedoch von SPÖ-Bürgermeister Andreas Hueber ignoriert worden.

Bürgermeister dementiert Pläne
Für Hueber selbst ist das alles nur Wahlkampfgeplänkel. „Mir sind keine Einreichpläne für ein Bauprojekt bekannt. Solange keine Pläne am Tisch liegen, sind Zahlen über Wohneinheiten reine Spekulation.“ Fakt sei, es gebe auf der besagten Liegenschaft aktuell keine Baulandwidmung. Außerdem: „Wir haben eine Bausperre bis 2026.“
Zu dem Raumordnungskonzept meint er: „Wir wachsen momentan vernünftig. Die Optionen dafür zu haben, ist zutiefst sinnvoll“. Es sei aber keinesfalls seine Absicht, die Bevölkerungszahl auf 6500 Einwohner künstlich hochzutreiben.
In der Dezember-Sitzung des Gemeinderats soll eine Volksbefragung zur Entwicklung von Felixdorf für 9. März beschlossen“, so Hueber abschließend.
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