Nach seinem Durchbruch in der vergangenen Saison fiebert „Spätstarter“ Dominik Raschner (30) dem neuen Weltcup-Winter entgegen, startet am Sonntag in Levi in die Saison. Der „Krone“ verriet der Tiroler, wer sein größter Fan ist, was seine größte Leidenschaft ist und was er von Marcel Hirschers Comeback hält.
Der Schritt in Richtung Weltspitze ist mir endlich gelungen“, atmete Dominik Raschner beim Besuch der „Krone“ auf. Jahrelang galt der 30-jährige Milser als ewiges Talent, lieferte im Training starke Zeiten – im Rennen blieben große Erfolge aber aus. Ehe er vergangenen Sommer das Material wechselte, zurück zu Fischer ging, dazu sich fast rein auf den Slalom fokussierte.
Was sich prompt auszahlen sollte: In der Vorsaison fuhr Raschner dreimal in die Top 7 fuhr, feierte in Adelboden als Dritter seine Premiere auf einem Weltcup-Podest. Ganz zur Freude seines 91-jährigen Opas. „Er ist mein größter Fan, schaut sich alle Rennen an“, schmunzelt Raschner, der im Alter von zweieinhalb Jahren am Glungezer seine ersten Schwünge zog, den älteren Bruder Patrick als erstes Vorbild hatte: „Ich habe ihm nachgeeifert, viel von ihm lernen können.“
Bis heute ist der Familienmensch, Sohn einer Volksschuldirektorin und eines Uniprofessors, gerne daheim, seine Leibspeise sind „Spinatspatzln von der Mama“: „Mils ist mein Rückzugsort, hier kann ich richtig gut abschalten.“
Tennis und Fotografie als Leidenschaft
Privat ist Raschner, der leidenschaftlich gerne Tennis spielt, früher auch Meisterschaftsspieler war („Meine Waffe ist der Aufschlag“), seit Jahren in festen Händen. Im Sommer urlaubte er mit Freundin Steffi auf Sri Lanka – und ging seiner zweiten großen Leidenschaft nach: Dem Fotografieren. „Es ist mehr als nur ein Hobby. Vielleicht mache ich beruflich mal was in die Richtung, wenn ich mit dem Skifahren aufgehört habe – aber das hat noch einige Jahre Zeit.“
Die Gegenwart heißt Levi, wo am Sonntag Raschners Saison-Auftakt steigt. „Die letzte Saison hat Lust auf mehr gemacht, daran will ich anknüpfen.“ Mit Gelassenheit, das Naturell, das den Parallel-Vizeweltmeister von 2023 auszeichnet: „Ich bin ein ruhiger Typ, brauche mich auf der Piste nicht verstellen, nicht extra mehr pushen – das geht nur nach hinten los.“
„Für den Skisport das Beste, was passieren kann“
Dass mit Marcel Hirscher und Lucas Braathen zwei neue, alte Herausforderer dabei sind, bewertet Raschner positiv: „Für den Ski- und Slalomsport ist es das Beste, was passieren kann. Die beiden generieren richtig viel Aufmerksamkeit – und sportlich traue ich ihnen beiden alles zu.“
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