Nur wenig Positives ist vonseiten der Bewohner jener Anlage im Bezirk Donaustadt (Bild) zu hören, in der die Verdächtige lebt. Und auch die Bestürzung darüber, dass Gabriela S. wohl nicht allzu rasch in ihre Wohnung zurückkehren wird, hält sich in Grenzen. "Sie war der blanke Horror", sagt ein Anrainer. So habe sich die 40-Jährige oftmals zu Beschimpfungen und Ausrastern hinreißen lassen.
"Die hat sie ja nicht alle", schimpft man in den verwinkelten Gängen über die Frau mit der Katzentür. Fast diplomatische Worte für die psychische Erkrankung, unter der sie angeblich litt - und vor der sich alle fürchteten.
Ständig fehlte angeblich das Geld, auf dem Konto nur rote Zahlen. Durch ihr Gelegenheits-Putzen arbeitete sie schließlich auch in der Wohnung von Maria E. Immer wieder schimpfte die 85-Jährige über die Banken und erzählte stolz, dass ihr Geld zu Hause eben noch am sichersten aufgehoben sei. Dabei machte sie offenbar einen großen Fehler - sie erzählte es auch ihrer Putzfrau.
U-Haft über Verdächtige verhängt
Als Gabriela S. erfuhr, dass es sich gleich um 700.000 Euro handelte, dürfte die 40-Jährige ihre Chance gewittert haben. Vor nunmehr eineinhalb Jahren soll sie die 85-Jährige erschlagen und die Wohnung, von der sie jeden Winkel zu kennen glaubte, nach dem Vermögen abgesucht haben. Sie fand jedoch nichts - bis auf ein paar Kleinigkeiten. Jetzt wurde sie durch DNA-Spuren überführt und verhaftet. Am Dienstagnachmittag wurde dann auch die U-Haft über die verdächtige 40-Jährige verhängt.
Gegenüber dem Haftrichter brach die Verdächtige zudem ihr Schweigen und nahm erstmals Stellung zu den Vorwürfen. Sie soll sich dabei zumindest teilweise geständig gezeigt haben.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.