Die Dresdner Sinfoniker haben Musikgeschichte geschrieben und sich erstmals von einem Roboter dirigieren lassen. Der Maestro mit drei Armen kann den einzelnen Gruppen im Orchester unterschiedliche Tempi vorgeben. Zur Premiere dirigierte der Roboter zwei Uraufführungen. Das Publikum war begeistert.
Bei der Premiere des Programmes „Roboter.Sinfonie“ am Samstag liefen Technik und Musiker im Dresdner Festspielhaus Hellerau wie am Schnürchen. Das Publikum war begeistert und spendete viel Beifall.
Für das Projekt hatte Sinfoniker-Intendant Markus Rindt Spezialisten der Technischen Universität Dresden gewinnen können.
„Dirigenten nicht ersetzen, aber Neuland betreten“
Im Exzellenzcluster CeTI (Centre for Tactile Internet with Human-in-the-Loop) „lernte“ die Dirigentenmaschine, wie Takte geschlagen und Dynamiken angezeigt werden können. „Wir haben nicht das Ziel, künftig Dirigenten zu ersetzen“, sagte Rindt. Man wolle aber Neuland betreten und ausprobieren, was mit einem Dirigenten am Pult alles gehe.
Uraufführungen dirigiert
Zur Premiere dirigierte der Roboter zwei Uraufführungen – das Stück „#kreuzknoten“ von Wieland Reissmann und „Semiconductor‘s Masterpiece“ von Andreas Gundlach. Weitere Werke des Abends wurden von einem „richtigen“ Dirigenten geleitet – dem Norweger Magnus Loddgard.
Auch der Roboterhund „Spot“ des Unternehmens Boston Dynamics hatte einen Auftritt. Mit dem Konzert feierten die Dresdner Sinfoniker zugleich ihr 25-jähriges Bestehen.
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