In der Schlussphase der Partie gegen Mainz 05 am Sonntag hat Werder-Kapitän Marco Friedl die Rote Karte gesehen und sein Team damit empfindlich geschwächt. Am Ende konnte sich Bremen doch mit 2:1 durchsetzen, aber Friedl hadert mit der Schiedsrichter-Entscheidung. Zuschauen zu müssen, sei der pure Horror gewesen, klagt der Kapitän.
In der 60. Spielminute sah Friedl, wie Mainz-Profi Jae Sung Lee beim Stand von 1:1 alleine auf das Werder-Tor zulief. Der ÖFB-Legionär sah keine andere Option mehr, als den Südkoreaner mit einem Foul zu stoppen. Dafür zeigte ihm Schiedsrichter Benjamin Brand die Rote Karte, wertete die Aktion demnach als Notbremse.
Eine Entscheidung, mit der Friedl hadert, wie er nach dem Spiel erklärte: „Ich finde es eine harte Entscheidung. Es ist sicherlich keine klare Fehlentscheidung. Aber es war doch so, dass ich den Mainzer zwar treffe, aber zuvor schon den Ball leicht berührt habe.“ Wegen so einer Szene vom Platz zu müssen und den Rest des Spiels nur zuschauen zu können, war „der pure Horror“, so der Österreicher.
Friedl fiel zuletzt mit Kritik auf
Zwar musste Bremen rund 30 Minuten in Unterzahl bestehen, allerdings gelang dennoch der 2:1-Siegtreffer. „Riesenlob an die Mannschaft! Was sie in Unterzahl geschafft haben, das war Wahnsinn“, lobte Friedl die „Monster-Mentalität“ seiner Teamkollegen.
Für Friedl, der zuletzt auch mit Kritik an Trainer Ole Werner und ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick aufgefallen ist, warten jetzt wohl vorerst zwei weitere Spiele, bei denen er nur zuschauen kann und hoffen muss. Mit diesem Strafmaß rechnet der Kapitän zumindest selbst.
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