Ötztaler Radmarathon

„So brutal!“ Kitz-Sieger geht an seine Grenzen

Sport-Mix
03.09.2024 10:45
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der 43. Öztaler Radmarathon ist am Wochenende über die Bühne gegangen. Mit dabei war erstmals der ehemalige Skirennrennläufer und Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen, der an seine Grenzen ging. „Es war so brutal. Ich habe so viele Sachen heute erlebt und mich selber kennengelernt“, sagte der Deutsche, der mit einer Zeit unter zehn Stunden (9:40:59) sein persönliches Ziel erreichte. Im Video oben sehen Sie die Highlights.

Wer die Streif bezwingen kann, kann es auch mit dem Öztal aufnehmen. Das dachte sich wohl Ex-Ski-Star Thomas Dreßen und nahm am diesjährigen Öztaler Radmarathon teil. Die Strecke führte über 227 Kilometer von Sölden über vier Alpenpässe (Kühtaisattel, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch) nach Südtirol und wieder zurück. Die Teilnehmer überwanden dabei unglaubliche 5.500 Höhenmeter. Insgesamt waren 4.226 Teilnehmer aus aller Welt am Start, um sich dieser enormen Herausforderung an Körper und Geist zu stellen.

„Es war so brutal. Ich habe so viele Sachen heute erlebt und mich selber kennengelernt. Auf halber Strecke am Jaufenpass dachte ich mir, wie soll ich das noch aufs Timmelsjoch schaffen? Am Ende bekam ich auch Krämpfe. Schon beim Start war ich extrem angespannt und hatte einen zu hohen Puls“, sagte Dreeßen bei Eurosport, der größten Respekt vor allen Finisher:innen hat: „Nach dem Erlebnis ist für mich jeder, der das Ziel erreicht, ein Held. Vor allem größten Respekt vor den Frauen!“

Den Sieg bei den Herren holte sich der Kanadier Jack Burke mit einer unglaublichen Zeit von 6:49:14 Stunden. Der Österreicher Hans-Jörg Leopold belegte mit einer Zeit von 6:59:36 den zweiten Platz, Stefano Cecchini (ITA) wurde Dritter und bester Tiroler Alban Lakata Vierter.

Rekord bei den Frauen
Bei den Frauen gewann die deutsche Radsportlerin Janine Meyer. Nachdem sie bereits im letzten Jahr das Rennen dominiert hatte, konnte sie sich auch in diesem Jahr an die Spitze setzen und mit den besten Männern mithalten. Sie überquerte die Ziellinie mit einer beeindruckenden Zeit von 7:26:26., unterbot damit ihre eigene Zeit aus dem Vorjahr und stellte einen neuen Rekord für die schnellste Frau auf. Die Belgierin Ils Van der Moeren wurde Zweite, 27 Minuten und 2 Sekunden hinter der Siegerin. Roberta Bussone (ITA) wurde Dritte.

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