Schade, schade! Österreichs Eishockey-Team bot zum Auftakt des Olympia-Quali-Turniers in Bratislava Gastgeber Slowakei einen tollen Schlagabtausch, ließ sich auch von einem 0:2-Rückstand nicht unterkriegen. Im Gegenteil: Ganahl & Co. verkürzten auf 1:2, drückten im Finish auf den Ausgleich – welcher aber nicht mehr gelingen wollte!
Die Slowakei war zum Start der Olympia-Quali in Bratislava der erwartet starke, mitunter zu starke Gegner: Was speziell auf die Anfangsphase zutraf, als der Gastgeber nach elf Minuten mit 12:2-Torschüssen voranlag, in der voll besetzten Ondreja Nepelu Arena entsprechend den Ton angab.
Schuss um Schuss feuerte die Nummer 9 der Welt auf David Kickert ab – doch Österreichs Schlussmann war nicht zu überwinden, machte gute Chancen der Slowaken zunichte. Egal ob von Tatar, Hrivik oder Cingel. Österreich versuchte über Konterstöße zum Erfolg zu kommen, kam vereinzelt zu Chancen. Bei einer der besten fiel der Schuss von Baumgartner nach Pass Haudums zu zentral aus (12.).
Im zweiten Abschnitt hielt Österreich die Partie offener, fasste aber nach 30 Minuten die bereits vierte Zweiminuten-Strafe aus. Eine mit Folgen: Denn unmittelbar nach Ablauf der Strafe für Nissner ging der Favorit in Front, schoss Garnat nach idealem Zuspiel von Pospisil aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (33.)
Es kam noch bitterer: Die Slowakei blieb am Drücker, drehte 2:16 Minuten später erneut jubelnd ab. Der bis dahin so stark Kickerte machte dabei keine glückliche Figur, ließ den Abschluss von Kelemen passieren (35.) – 2:0!
Wie schon bei der A-WM in Prag bewies das Team von Roger Bader Kämpfer-Qualitäten, profitierte von einem Doppel-Ausschluss: Nach jenem für Grman blieben Rot-Weiß-Rot exakt sieben Sekunden für ein 5:3-Überzahspiel. Eines, das Österreich nutzte: Kasper stürmte nach dem Bullygewinn auf das Tor, fälschte den kurz darauf folgenden Schuss von Heinrich gekonnt zum 2:1 ab (40.).
Ein Tor, das Österreich Hoffnung gab, zumal man das Schlussdrittel mit einem 5:4-Powerplay startete, 107 Sekunden lang – leider ohne zählbarem Erfolg. Wukovits (43.) und Heinrich (44.) prüften Slowakeis Keeper Hlavajs aus der Distanz, noch idealer kam Unterweger zum Abschluss – scheiterte jedoch am möglichen 2:2!
Kapitän Ganahl & Co. waren am Drücker, nun war es die Slowakei, die ihr Heil über Konterstöße suchte – sich aber elf Minuten vor Ende erneut in Überzahl wiederfand: Gernat musste für zwei Minuten auf die Bank. 120 Sekunden, in denen Österreich den Gegner ins eigene Drittel zurückdrängte, der Ausgleich trotz aussichtsreicher Schuss-Positionen nicht gelingen wollte und dieser dem Bader-Team auch im dramatischen Finish – nachdem Goalie Kickert 2:16 Minuten vor dem Ende das Eis verlassen hatte – verwehrt blieb. Die letzte Chance vereitelte Hlavaj, der den Abschluss von Reinbacher spektakulär entschärfte (60.).
Nach diesem 1:2 zum Start steht Österreich im zweiten Spiel am Freitag (14 Uhr, live in ORF Sport Plus) unter Druck, benötigt gegen Kasachstan einen Sieg, um die Chance auf das Olympia-Ticket zu wahren.
Olympia-Quali-Turnier in Bratislava:
Slowakei - Österreich 2:1 (0:0, 2:1, 0:0)
Tore: Gernat (33.), Kelemen (35.) bzw. Kasper (40./PP2).
Österreich: Kickert; Reinbacher, Heinrich; Maier, Unterweger; Nickl, Wolf; Stapelfeld; Schneider, Kasper, Zwerger; M. Huber, Baumgartner, Haudum; Bischofberger, Nissner, Wukovits; Rohrer, Herburger, Ganahl.
Weiters am Donnerstag: Kasachstan – Ungarn 5:2.
Freitag in Bratislava: Österreich – Kasachstan (14), Slowakei – Ungarn (18).
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