Ein 26-jähriger IS-Anhänger tötete in Solingen (D) bei einem friedlichen Stadtfest. Bei uns in Österreich feierte ein junger Tschetschene die Terrororganisation ganz offen und die Polizei wurde von den Kollegen aus Deutschland alarmiert.
Am Schlachtfeld im Nahen und Mittleren Osten wurde der Islamische Staat besiegt, doch vor allem im Internet ist die Terrororganisation immer noch präsent. Das zeigte sich im deutschen Solingen auf schlimmste Art und Weise, wo ein syrischer Anhänger (26) nach seinem Treueschwur im Internet während des Stadtfestes wahllos mit dem Messer zustach und drei Menschen tötete. Motiv: so viele Ungläubige töten, wie möglich.
Selfie-Videos mit IS-Flagge
Doch auch in unserer unmittelbaren Nähe leben tickende Zeitbomben. Ein in Grosny (Russland/Tschetschenien) geborener 20-jähriger Trauner machte zwei Jahre lang offen Werbung im Internet für den Islamischen Staat (IS). Das deutsche Bundeskriminalamt schlug bei den Kollegen in Oberösterreich Alarm, als bei den täglichen Internet-Sichtungen ein Polizist auf einen der Social-Media-Kanäle des Trauner Islamisten stieß – es gab mehrere Posts, auf denen er Terror-Bilder und Videos verbreitete. Eines zeigt den „Märtyrertod“ eines sterbenden Islamisten. Er produzierte auch Selfie-Videos, unterlegt mit IS-Fahnen, Terror-Symbolen und Kampfliedern.
Bis zu zehn Jahre Haft
Am Donnerstag muss sich der 20-Jährige, der gerade einmal 17 war, als er mit der IS-Propaganda anfing, wegen „Terroristischer Vereinigung“ am Landesgericht Linz unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen verantworten. Strafdrohung: bis zu zehn Jahre Haft.
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