Leser fragen, Experten antworten zu den brennendsten gesundheitlichen Themen. Ingrid Z. (60): „Immer wieder ist mein Bauch unangenehm aufgebläht. Ich frage mich daher, ob das gefährlich sein kann und ich eine Untersuchung durchführen lassen sollte. Was meinen Sie?“
MR Dr. Friedrich Weiser MSc, Facharzt für Chirurgie, Medico Chirurgicum-Wien: Es kommt darauf an, ob es sich „nur“ um einen aufgeblähten Bauch handelt, oder zusätzliche Symptome wie Fieber und starke Schmerzen aufgetreten sind. Im ersten Fall besteht kein Zeitdruck. Der Arzt beginnt im Normalfall mit der sorgfältigen Erhebung der Krankengeschichte und kann dann – je nach Notwendigkeit – Atemtests für Laktose/Fruktose sowie eine Histaminuntersuchung veranlassen.
Denn ein aufgeblähter Bauch ist oft auf eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit zurückzuführen. Diese Lebensmittel wären als Folge zu meiden, eventuell begleitet von einer bestimmten Diät. Auch eine Colonoskopie (Darmspiegelung) ist sehr ratsam, um sich ein genaueres Bild zu verschaffen.
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Im zweiten Fall, wenn also Schmerzen und Fieber auftreten, muss rasch gehandelt werden. Denn dann liegt eine akute Erkrankung vor, die dringend abgeklärt gehört. Die stationäre Aufnahme im Spital und unmittelbare Computertomografie sowie die meist antibiotische Behandlung bis zur Sicherung der Diagnose sind dabei die ersten, wichtigen Schritte.
Je nach Befund und den weiteren Krankheitssymptomen erfolgt dann die Behandlung entweder konservativ oder akut operativ. Daher bitte bei Blähbauch mit starken Schmerzen und hohem Fieber unverzüglich in fachärztliche Behandlung bei einem Darmspezialisten begeben!
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