Der Verdächtige, der in Begleitung seiner Lebensgefährtin unterwegs war, soll sich gegen 23.40 Uhr in der Station in der Leopoldstadt über das laute Telefonieren zweier Schwarzafrikanerinnen geärgert haben. Es seien rassistische Beschimpfungen gefallen, so Keiblinger. Die Auseinandersetzung eskalierte: Plötzlich versetzte der Inländer der 36-Jährigen einen Faustschlag auf den Kopf und stieß sie auf die Schienen in Fahrtrichtung Aspern.
Die Frau erlitt bei dem Sturz einen Fersenbeinbruch und hätte sich nicht mehr selbst in Sicherheit bringen können. Zeugen betätigten zum Glück rechtzeitig den Notstopp. Die Schwarzafrikanerin wurde ins Spital gebracht und befand sich am Montag noch in stationärer Behandlung.
Angreifer sitzt in U-Haft
Während der Angreifer flüchtete, hielt die Begleiterin des Opfers die Lebensgefährtin des 51-Jährigen fest. So war es der Polizei rasch möglich, den Verdächtigen ausfindig zu machen und festzunehmen.
Der Mann gab bei der Einvernahme zwar den Stoß zu, meinte aber, auch selbst beschimpft worden zu sein. Er habe keine rassistischen Äußerungen getätigt, er sei selbst mit einer Ausländerin liiert. Er habe sich bedroht gefühlt und versucht, die 36-Jährige durch den Stoß auf Distanz zu halten. Keinesfalls habe er die Frau verletzen wollen. Josef S. wurde wegen versuchten Mordes verhaftet und in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert.
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